Leserbeitrag
Stadtrundgang der Kaufm. Gesellschaft Aarau

Besuch an verschiedenen Orten

Marcel Siegrist
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Die Kaufmännische Gesellschaft Aarau lud an ihrem Herbstanlass zu einem «andern Stadtrundgang» unter dem Motto «Aarau in Bewegung» ein. 50 Personen nahmen in einem Gelenkbus von AAR bus + bahn Platz und liessen sich von Stadtammann Marcel Guignard und Direktor Mathias Grünenfelder über alles informieren, was Aarau, Buchs und Suhr gegenwärtig in Bewegung hält.

Start war bei der Kaserne, wo Marcel Guignard über das Areal und die Zukunft der frei werdenden Gebäulichkeiten referierte. «Der Stadtrat will dem Militär nicht den Garaus machen», versicherte er. «Es wäre eine grosse Herausforderung, wenn das Militär die Stadt verliesse.» Das Areal habe ein grosses Potenzial, fügte er an. Die Reise führte am Bahnhof vorbei, wo das neue Verkehrsregime mit dem Busbahnhof erläutert wurde. Auf der Hintern Bahnhofstrasse hörten die Fahrgäste vom neuen Stellwerk, welches beim WSB-Bahnhof unterirdisch gebaut wurde. Schon bald fertig abgebrochen sind das Depot und das Verwaltungsgebäude der WSB. Dort wird ein privater Investor eine neue Baute mit Büroräumen, Wohnungen und einer Einstellhalle für die Bahn erstellen - ein 25-Mio.-Projekt. In zwei Jahren werden sich Direktion und Betriebsleitung von AAR bus + bahn dort einmieten. Grünenfelder betonte, die Hintere Bahnhofstrasse könne dereinst verbreitert werden, und es bestehe die Möglichkeit, unter dem WSB-Trassee eine Unterführung zu bauen.
Der Stadtammann orientierte über den Stand der Projekte Torfeld Süd und Nord. Weiter gings entlang dem neuen WSB-Trassee nach Buchs. Für die Eigentrassierung werden 7000 Meter Geleis verbaut. 23 Bahnübergänge werden aufgehoben, sieben neu erstellt. Sie sind gesetzeskonform gesichert. Die sich im Bau befindende Haltestelle in Buchs wird mit einem Kiosk und einem Café ausgerüstet. «Die Bahn ist eine gute Ergänzung zum Bus für Buchs, auch wenn es nicht alle Buchser wahrhaben wollen», ist Mathias Grünenfelder überzeugt. «Sie wird weniger Verspätungen haben.»

Auf der weiteren Fahrt hörte man von der Verlängerung der Buslinie 4 vom Waldhof bis zum Bahnhof Suhr als Ersatz für die Bahn, von der neuen, 60 m langen Suhrebrücke beim Schwimmbad, dem zweispurigen Trassee, bevor die Besucherschar den neuen Perron im Bahnhof Suhr betreten durfte. Dort werden jeweils zwei SBB-Züge gleichzeitig und ein WSB-Zug anhalten können und den Fahrgästen ein bequemes Umsteigen erlauben. Im Bau ist die neue Rollbockanlage auf der Höhe der Firma Pfister.

Schliesslich besuchten die KGA-Mitglieder auch den neuen Ortsteil Rohr. Der Stadtammann bemerkte, Aarau und Rohr müssten über das Budget 2010 abstimmen. Würde Rohr Nein sagen, müsste der Stadtrat wieder über die Bücher. Er nannte auch das schwierigste Problem, welches es noch zu lösen gilt: den Weiterbestand der Kreisschule Buchs-Rohr. «Wir müssen mit Buchs eine vernünftige Lösung anstreben», kündigte er an. Über den neuen Stadtteil Aarenau, genannte Scheibenschachen, wo nun drei Baufelder frei gegeben werden und ein Architekten- und Investorenwettbewerb gleichzeitig durchgeführt werden soll, führte die Reise zurück in die Kaserne zum Apéro im Restaurant Viva. (hzb)

Bilder
KGA-Präsident Robert Gruber begrüsst vor der Kaserne.
Mathias Grünenfelder, Direktor AAR bus+bahn, informiert auf dem neuen Perron in Suhr.

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