Leserbeitrag
Spargelplausch des Frauenbundes Kleindöttingen

Frauenbund besucht Spargelbauer Bottlang

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KLEINDÖTTINGEN (bk) Die Spargelsaison ist eröffnet und eine Gruppe von rund 30 Frauen hat sich am vergangenen Mittwochabend zum Spargelplausch versammelt. Nach kurzer Anfahrt ins Sandfeld unterhalb des Stricks hat der Spargelbauer Martin Bottlang, Hettenschwil, die Frauenbundmitglieder in die Geheimnisse seiner Spargelkulturen eingeweiht. So erfuhren die Frauen einiges über den Anbau und die Pflege des Asparagus und durften Bottlang bei der Ernte mit dem Spargelmobil über die Schultern schauen.

Die Spargelpflanzen werden vor dem ersten Ertrag während zwei Jahren ohne abzuernten wachsen gelassen. Diese Zeit braucht die Spargelpflanze, um vorab tiefe Wurzeln und genügend kräftige Wurzelstöcke auszubilden. In dieser Phase heisst es für den Spargelbauern vor allem Pflegearbeiten und Unkrautbekämpfung in diesen Kulturen zu erledigen. Auf Bottlangs Feld werden ältere Pflanzen nach 8 bis 10 Jahren durch neuere ersetzt.

Erstaunlich auch, dass je nach Temperatur die Spargel im extremfall pro Tag eine ganze Spargellänge wächst und an einem Tag zweimaliges Ernten nötig ist. Dies kam jedoch seit Spargelanbau bei Familie Bottlang erst einmal vor. Normalerweise ist die Erntezeit zwischen 4 Uhr und 7 Uhr Morgens. Die frisch geernteten Spargeln werden jeweils direkt auf den Hof mitgenommen und dort von der Familie sortiert und gebündelt und gleichentags ausgeliefert. Einen grossen Teil des Gemüses verkauft die Familie im Hofladen. Die Gruppe des Frauenbunds hat nach der Begehung des Spargelfeldes auch diesen besucht und auf dem Hof noch weitere Informationen über Spargel - auch Königsgemüse genannt- erfahren. Der Gluscht war bei allen ob des vielen Spargels geweckt und so durften die Frauen anschliessend im Stübli bei Monika Erne sich von der kulinarischen Seite der „Hettschbeler-Spargeln" überzeugen. Ob Spargeln mit Schinken, feinen Saucen und frischgebackenem Burebrot oder Spargelrisotto, teils mit Crevetten als Beilage - die Gruppe wurde mit grossen Portionen von Monika Erne und Team verwöhnt, so dass keine der Frauen am Schluss noch ein schmackhafte Dessert zu Essen vermochte. Gemütlich liess die Gruppe den Abend ausklingen und das eine oder andere Mitglied zog es vor, zu Fuss nach Kleindöttingen zurückzukehren.