Leserbeitrag
Sommerlager Jungwacht/Blauring Boswil

Marcel Siegrist
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Bilder zum Leserbeitrag

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Am Samstagmorgen dem 7. Juli 2012 versammelten sich wieder einmal viele motivierte Kinder und Leiter der Jungwacht und des Blaurings am Bahnhof Boswil, um zwei Wochen miteinander das Sommerlager zu verbringen. Wir reisten mit dem Zug über Aarau und Bern bis ins schöne Fribourgerland. Schliesslich brachte uns der Bus bis nach Schwarzsee wo wir die letzten Meter bis zum Lagerhaus zu Fuss zurücklegten. Wir starteten gleich damit, dass sich jede Gruppe einen Namen gab und eine Gruppenfahne oder ein Maskottchen bastelte. Wie jedes Jahr wurden auf dem Scharplatz viele Bauten errichtet. Diese Jahr unter anderem eine Wasserrutsche, ein Volleyball Feld, Zelte, eine Sauna sowie zwei Pools. Diesen Scharplatz sowie die restliche Infrastruktur, namentlich ein Basketballfeld, ein Fussballplatz, eine Feuerstelle sowie zwei Tischtennis Tische, nutzten wir regelmässig für diverse Spiele. Das ganze Lager hindurch begleitete uns auch eine Zeitmaschine, mit der wir eigentlich zurück in das Pfingstweekend reisen wollten, um den Dieb unseres Schafes Sven zu finden, doch wir landeten stattdessen jeden Tag in einem anderen Zeitalter. So begann unsere Reise im Wilden Westen, wo wir in einem grossen Schmuggelspiel am Goldrausch teilnahmen. Ebenso spielten wir an diesem Tag das Farbengame, bei dem jede Gruppe eine Farbe hatte und die anderen Mitspieler zu ihrer Gruppe hinzufügen mussten. Am nächsten Tag verschlug es uns in die Antike, wo wir direkt an den Olympischen Spielen teilnahmen. Wir traten in Disziplinen wie Basketball, Fussball, Speerwurf oder Wasserrutschen gegeneinander an. Einen Tag später reisten wir sogar in die Zukunft. Da unsere Zeitmaschine ein Problem mit den Zeitzonen hatte, begann dieser Tag ungewollt zwei Stunden früher als normal. Professor Hurliburz, der immer wieder die Zeitmaschine bediente, hatte bei all den Turbulenzen glatt das Passwort vergessen. Wir wollten ihm auf die Sprünge helfen indem wir am Morgen in einem übergrossen Scrabble möglichst viele Wörter bildeten. Am Nachmittag musste dann jede Gruppe ein Theater auf die Beine stellen, in dem die Begriffe aus dem Scrabble eine tragende Rolle spielen mussten. Beim Anblick dieser Theater fiel dem Professor das Passwort wieder ein und so konnten wir weiter in das Zeitalter der Helvetier reisen. Am nächsten Morgen war die Zeitmaschine jedoch von Julius Caesar geklaut worden. Wir wollten sie uns zurückholen und bildeten uns zuerst in den Grundlagen des Überlebens aus, wie etwa Kartenlesen, Erste Hilfe, Knoten binden usw. Als wir merkten, dass wir keine Chance gegen die römische Armee hatten fälschten wir, in einem weiteren Schmuggelspiel, stattdessen Münzen um Caesar die Zeitmaschine abzukaufen. Da die Zeitmaschine seit sie geklaut wurde immer noch kaputt war, bot uns jemand an sie zu reparieren, er wollte als Gegenleistung jedoch ein paar Werbespots von Erfindungen aus dem 21. Jahrhundert sehen. Jede Gruppe produzierte einen amüsanten und gut durchdachten Werbespot der später gefilmt und geschnitten wurde. Als die Zeitmaschine wieder funktionierte gingen wir beruhigt schlafen, wurden jedoch von Steinzeitbewohnern, die sich aus der Zeitmaschine geschlichen hatten, geweckt. Wir passten uns an sie an und spielten an diesem Tag Hüttenvölk. Als sich die Steinzeitbewohner bei uns wie zu Hause fühlten, überrumpelten wir sie und steckten sie zurück in die Zeitmaschine. Am neunten Tag unseres Lagers brachte uns die Zeitmaschine bis zurück in die letzte Eiszeit. Wir mussten ein paar Eskimos dabei helfen Bären zu vertreiben, indem wir Totems bastelten. Ebenso mussten wir ihnen in einem grossen Spiel Fische beschaffen, damit sie nicht verhungerten. Am nächsten Tag wurde fast alle Leiter von einem schwarzen Loch mitgerissen. Das 15ner Team musste aushelfen und veranstaltete ein Planetenbasteln. Das schwarze Loch wurde mit den Planeten gestopft und so konnten die Leiter wieder befreit werden. Als alle Leiter wieder am Frühstückstisch sassen katapultierte uns die Zeitmaschine zurück ins Mittelalter, wo direkt vor unseren Augen eine Prinzessin entführt wurde. Wir versprachen sie zurückzugewinnen und absolvierten zuerst verschieden kleine Spiele um unsere Teamfähigkeit zu verbessern. Am Nachmittag wollten wir im Wohlstandsspiel zum nötigen Wohlstand gelangen damit wir zu Rittern geschlagen werden konnten, doch die Entführer händigten die Prinzessin freiwillig aus. Am zwölften Tag landeten wir in den 90er Jahren, wo Wario, der Rivale von Super Mario, unseren Professor entführte. Wir mussten uns durch alle Level des Gameboyspiels kämpfen um Professor Hurliburz wieder zu befreien. Einen Tag später wollte jemand unsere Zeitmaschine sabotieren. Wir erfuhren von ihm, dass sich Sven das Schaf in Ägypten befindet. Wir reisten sogleich dorthin und mussten einen Marsch absolvieren um Sven zu gewinnen. Wir marschierten um den Schwarzsee und badeten während der Pause im See. Am nächsten Tag war schon der letzte Tag vor der Abreise. Wir erhielten von den Ägyptern Sven zurück und bauten unseren Scharplatz ab. Am Nachmittag spielte die ganze Schar zusammen ein etwas modifiziertes Brennball. An diesem Abend feierten wir die Rückkehr von Sven mit dem Bunten Abend. Wir veranstalteten eine kleine Casting Show bei der alle etwas vorsingen konnten und dann von Dieter Bohlen, Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart bewertet wurden. Am Samstag war dann Hausputz und packen angesagt. Wir verliessen unser Lagerhaus mit einerseits Bedauern um die bereits verstrichene Lagerzeit, andererseits Vorfreude auf Zuhause und begaben uns auf gleichem Weg wie bei der Hinreise zurück nach Hause. In Boswil erwarteten uns bereits unsere Eltern und alle gingen wieder getrennte Wege.

Bilder und Tagebuch finden Sie auf unserer Homepage unter: www.jwbrboswil.ch.

Jonathan Keusch, Boswil

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