Leserbeitrag
SoLa der Primarschule Oensingen

Heidi Pfister-Spieser
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Alien-Invasion
Reiten
Rückkehr der Zeitreisenden
UFO-Bau
Dinosaurier lebendig machen
Fussball-WM
Zu Fuss nach Fiesch

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Sommerlager Bellwald

6.-12. Juli 14

Thema Zeitreise

Endlich, am Sonntag 6. Juli 14 fuhren wir mit dem Car nach Bellwald ins Sommerlager. Der Car war proppenvoll. 47 Kinder und 15 Begleitpersonen im Alter von 1 Jahr bis 85 Jahren freuten sich auf die vielversprechenden Zeitreisen. Es wurde eine tolle Woche, trotz des umschlagenden Wetters. Mit der Zeitmaschine reisten wir in die Vergangenheit und in die Zukunft, die wir in den verschiedenen Ateliers handelnd, werkend, spielend, erfahrend, erfindend... ausleben durften.

Atelier Dinosaurier

Im Atelier Dino bastelten wir einen kleinen Dinosaurier aus Holz. Wir schnitten eine Dinoschablone aus und zeichneten sie auf das Holz. Das sägten wir mit der Laubsäge aus. Danach schliffen wir das Holz, malten es an und setzten die Füsse und den Kopf mit Kordeln zusammen. So wurden verschieden Arten Dinos wieder lebendig.

Atelier Steinzeit

In einem Atelier der Steinzeit probierten wir die Höhlenmalerei aus. Mit Pflanzen und Naturmaterialien, die wir rund ums Haus fanden, stellten wir Farben her. Es gab vor allem Brauntöne. Aber mit viel experimentieren konnten wir auch die Farbe blau und rot kreieren. Das war vielleicht eine Errungenschaft. Mit den Farben malten wir dann grossflächig auf Tapete, mit der wir unsere "Bewohnung" verzierten. Aber auch schöne Karten zum Verschicken wurden hergestellt. Wir wollten ja unseren modernen Mitmenschen unsere Erkenntnisse weitergeben.

In einem anderen Atelier aus der Steinzeit schliffen wir Schmucksteine. Zuerst durften wir einen schönen Speckstein aussuchen. Den mussten wir ganz, ganz lange in die gewünschte Form schleifen bis er ganz glatt war. Wir haben ihn dann an ein schwarzes Lederband gebunden. So konnten wir uns als Steinzeitmenschen hübsch machen.

Atelier Wilder Westen

Das Atelier Wilder Westen war sehr spannend. Entweder gingen wir reiten, oder, wenn es zu fest regnete, machten wir ein wirklich lustiges, kleines Theater im "Wilden Westen". Wir kriegten sogar Bauchschmerzen vor Lachen, als wir diese kleinen Theater an verschiedenen Abenden vorgeführt bekamen.

Mit den Pferden war es ein unvergessliches Erlebnis. Wir fingen als erstes die Pferde ein und führten sie zu einer kleinen Weide. Dort putzten und sattelten wir die Pferde. Später durften wir auf ihnen reiten. Danach putzten wir die Pferde nochmals von Kopf bis zu den Hufen. Es viel uns schrecklich schwer, uns von den vertraut gewordenen Tieren zu trennen.

Atelier Aliens

Im Atelier Aliens sollten wir draussen ein UFO bauen, mit dem wir fliehen konnten. Es wurde eine Alieninvasion befürchtet. Leider konnten wir den Bau draussen wegen des schlechten Wetters am Dienstag nicht fortsetzen. Deshalb bastelten wir drinnen aus allen möglichen Sachen furchterregende, aber auch lustige Masken mit Antennen, Alien-abwehrwaffen, Kopfhörer und noch vieles mehr. So konnten wir untereinander telepathische Nachrichten überbringen, was vor allem nachts von Vorteil war.

21. Jahrhundert

Am Donnerstag reisten wir ins 21. Jahrhundert. Zu Fuss liefen wir nach Fiesch ins Hallenbad, wo wir ins im Wasser tummelten, Wasserhandball spielten und Kopfsprünge vom Brett übten. Viele grosse Kinder machten eine Zeitreise zurück in ihre Babyzeit und setzen sich ins Babybecken. Leider weiss ich sonst nichts mehr, weil die Aliens mir alles andere aus dem Kopf gesaugt haben.

Nachtruhe

Zu unterschiedlichen Zeiten, wir durften an zwei Abenden das Halbfinale der Fussball-WM schauen, mussten wir in unseren kuscheligen Betten ruhig sein. Statt ruhig zu bleiben wurde noch eine Menge geredet. Eines Nachts bereuten wir sehr, dass wir noch geschwatzt und getuschelt haben. Wir wurden von den Leiter und Leiterinnen zu Tode erschreckt...

Beim ersten Streich platzte jemand mit lautem Krachen in unser Zimmer. Uns blieb der Atem stehen... Minuten später geschah der nächste Schock. Während eine Leiterin uns zurechtwies, schlich sich jemand leise in unser Zimmer. Zuerst merkten wir gar nichts davon. Im Flur hörten wir lautes Gepolter. Im Zimmer hörten wir ein leises Kratzen. Unser Jammern wurde immer lauter. Meine Bettnachbarin zerquetschte mir fast den Arm vor Angst. Dann geschah es. Eine Leiterin sprach einfach im Dunkel des Zimmers los. Uns war es sehr peinlich, weil wir natürlich auch diskutierten, wie wir unsere Lehrpersonen reinlegen könnten. Endlich schliefen wir mit einem mulmigen Gefühl im Magen tief und fest.

Kulinarische Verpflegung

Trotzdem jede Zeitreise mit schlechtem Wetter verbunden war, wurde im ganzen Lager gute Laune versprüht. Dies lag sicher an der phänomenal guten Verpflegung und dem immer gut aufgelegten, zukunftsorientierten Küchenteam, das vom „Grossi“ (86 Jahre) unterstützt und in vergangenheitstechnischen Fragen beraten wurde. Das aus dem Jahre 2014 eingeführte Essen schmeckte allen so gut, dass mehr als einmal für die Leiter leider nichts mehr übrig war. Natürlich konnte sich in solchen Situationen die beiden Köche Roman und Ruedi professionell behelfen und rasch etwas Neues aus dem Topf zaubern.

Chiara, Khira, Lara, Michel, Joelle und Frau Pfister

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