Leserbeitrag
Senioren-Ferienwoche in der Südpfalz

Toni Blaser
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Die Burg Berwartstein - zum grossen Teil in den Sandsteinfels gehauen
Zum Ausflug ins Elass gehörte natürlich auch ein Flammkuchenschmaus
Die grosse Verführung: Laden einer Töpferei in Soufflenheim
Beschaulich: Nachenfahrt auf dem Altrhein bei Germersheim

Während die Kinder nach den Sommerferien wieder in die Schule mussten, hiess es für 37 Urdorfer Seniorinnen und Senioren „Koffer packen und ab in die Südpfalz!“ Ein Car brachte die gut gelaunte Schar nach längerer Fahrt durch die Rheinebene zum Hotel Kurparkblick in Bad Bergzabern. Fast 300 km von Urdorf und den Alltagssorgen entfernt, bot das Leiterehepaar Blaser seiner Urlaubsgruppe ein abwechslungsreiches Programm mit einigen Rosinen, die erahnen liessen, was die spannende Region so alles hergibt. Auf einer Stadtführung erfuhr man manch Interessantes über die abwechslungsreiche Geschichte Bad Bergzaberns. Eine Wanderung ins Nachbardorf Pleisweiler führte über einen Aussichtsturm, der den Blick auf die weite Rheinebene, aber auch in den riesigen, hügeligen Pfälzerwald freigab. In Pleisweiler, das die Nichtwanderer mit dem Ortsbus erreichten, konnte eine 300 Jahre alte ehemalige Werkzeugschmiede bewundert und in einer Eisdiele ausgiebig die Lust nach Süssem gestillt werden.

Ein erster Carausflug führte zur imposanten Burg Berwartstein, die zu zwei Dritteln in einen Sandstein-Felskopf gehauen wurde. Anschliessend gings ins nahe Elsass zu einem Flammkuchenschmaus in Seebach, dessen blumengeschmückte Riegelhäuser das Auge erfreuten. Den Abschluss dieses Tagesausflugs bildete eine eindrückliche Führung durch eines der zahlreichen Töpferateliers in Soufflenheim.

Nach einem Erholungstag mit einem Waldspaziergang zum idyllischen Seehofweiher stand eine Carreise nach Germersheim auf dem Programm, wo man beeindruckt durch einen Teil der schier unendlich langen unterirdischen Gänge entlang der Festungsmauer schritt. Den Höhepunkt dieser Exkursion bildete aber die Nachenfahrt auf einem Altlauf des Rheins – Natur pur in unmittelbarer Nähe eines riesigen Mercedes-Ersatzteillagers!

Nach einem einstündigen Spaziergang, teils den ausgedehnten Rebbergen der Gegend entlang, zogen die Urdorferinnen und Urdorfer ins Nachbardorf Dörrenbach. Dieser kleine Ort mit vielen wunderschönen Fachwerkhäusern wird auch „Dornröschen der Pfalz“ genannt, weil dort die Strasse aufhört und dahinter die Abgeschiedenheit beginnt. Am Abend konnte dann noch auf einem Weingut der bekömmliche Pfälzer Wein degustiert werden.

Der letzte Ferientag vor der Heimreise stand ganz im Zeichen der nahen Elsässer Stadt Wissembourg. Beim Deutschen Weintor, dem südlichen Beginn der Deutschen Weinstrasse, wechselte die ganze Feriengesellschaft vom Ortsbus in ein Touristenbähnchen und erreichte so die geschichtsträchtige Stadt im Spannungsfeld zwischen den Deutschen und den Franzosen.

Nun sind auch diese Ferien, verbunden mit vielen schönen Erinnerungen, wieder vorbei, doch nach den Ferien ist ja bekanntlich vor den Ferien. So dürfen sich die Urdorfer Seniorinnen und Senioren bereits auf die dritte Woche im August 2020 freuen – dann geht’s nämlich nach Tschagguns im schönen Montafon.

Toni Blaser