Leserbeitrag
Schüleraustausch FMS Kanti Wettingen-Lugano

Gegenbesuch in Wettingen

Marcel Siegrist
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Zum zweiten Mal organisierte die Kantonsschule Wettingen einen Austausch zwischen den ItalienischschülerInnen einer Fachmittelschulabteilung und ihren Partnern von der FMS in Lugano. Letzten Herbst verbrachten wir drei intensive Tage in Lugano und dieses Frühjahr fand der Gegenbesuch in Wettingen statt.

Wir kamen am 21. November 2011 in Lugano an. Kaum war die erste Zurückhaltung überwunden, entdeckten wir in Gruppen die Sehenswürdigkeiten und das Zentrum von Lugano. In den folgenden Tagen erkundeten wir das Museum Hermann Hesse in Montagnola und die Castelli von Bellinzona. Und dies alles verbunden mit spannenden Aktivitäten und fordernden Aufgaben. Einen ganzen Morgen lang durften wir den Schulalltag unserer Partnerklasse miterleben. Für die einen eine schwierige Aufgabe: Schulstunden in allen Fächern auf Italienisch! Zudem erhielten wir an diesem Morgen einen interessanten Einblick in ihre Sitten, die sich teilweise durch grosse Unterschiede zu den unseren auszeichneten. Wir übernachteten bei den Familien unserer Partnerklasse, wo wir im Vergleich zur Deutschschweiz diverse Unterschiede im familiären Alltag feststellten. Die drei Tage waren sehr spannend, aber auch anstrengend. Auf der Heimfahrt waren wir alle sehr müde, so dass niemand bemerkte, dass uns ein Koffer entwendet wurde. Trotzdem denken wir positiv an die Zeit in Lugano zurück.

Nachdem wir in Lugano so schöne Erfahrungen gemacht hatten, wollten wir den TessinerInnen Anfang März 2012 auch eine unvergessliche Zeit bescheren. Wir bereiteten uns lange darauf vor. Wir planten eine Stadtführung in Baden, wo wir die schönsten Ecken dieser Stadt präsentierten, und auch unser Klosterareal in Wettingen brachten wir unseren Gästen in kurzen Vorträgen auf einem Rundgang näher. Amüsiert haben wir unsere Besucher mit einer Einführung in den Gebrauch des Schweizerdeutschen und einigen lustigen sprachlichen Beispielen. Bei einem „Spaghetti-Plausch“ in der Porta Romana erholten wir uns vom vielen Laufen. Den letzen Tag verbrachten wir in Zürich, wo wir bei einem Rallye die Innenstadt besser kennen lernten und auch etwas Freizeit hatten, um die letzen Stunden mit unseren Tessiner Gästen zu geniessen. Denn schon nach drei Tagen verliessen sie uns wieder. Die Verabschiedung war ausgelassen, denn auch wenn „äne am Gotthard“, sind unsere neuen Freunde nicht weitab von der Welt und wir können sie jederzeit besuchen, in den Ferien natürlich.

Olivia Sasse und Elena Zuccaro F2B

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