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Schneesportlager der Schule KOOS Staffelbach/Reitnau

Marcel Siegrist
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37 Schülerinnen und Schüler von der 6. und 9. Klasse der Kreisschule Oberstufe Oberes Suhrental genossen das teils durchzogene Wetter und das gemütliche Lagerleben in Fiesch.

Die Schneeverhältnisse waren hervorragend. Es gab sogar etwas Neuschnee, so dass man sich im Tiefschneefahren üben konnte. Das tolle daran, wenn man stürzte, landete man wie auf Watte, so dass das Stürzen beinahe Spass machte. Betreut wurden die Schüler von 7 Leitern, die den Schülerinnen und Schülern vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen einiges beigebracht hatten. Schön war vor allem mitanzusehen, wie die Schüler im Verlauf der Woche zum Teil sehr grosse Fortschritte gemacht hatten und plötzlich zu respektablen Ski- und Snowboardfahrern herangewachsen waren. Eine Küchencrew verwöhnte die Jugendlichen mit leckeren Speisen, so dass man sich immer schon beim Hinunterfahren mit der Gondel auf ein warmes und reichhaltiges Abendessen gefreut hatte. Der Menüplan war zwar abwechslungsreich, aber als es dann Lasagne gab, wurde die Küche regelrecht überrannt.

Schon bei der Ankunft am Sonntag im Sportzentrum in Fiesch hat man es gespürt, das dezente Kribbeln im Bauch, die Vorfreude darauf, was noch kommen wird. Wir nahmen uns keine Zeit, die Zimmer einzurichten, denn der Berg rief uns zu sich. Deshalb stürzten wir uns alle in die Skiklamotten und machten uns auf Richtung Talstation. Die Gruppen wurden eingeteilt, die Skiabonnemente verteilt und schon konnte es losgehen. Bei doch sehr stürmischem Wetter verging der erste halbe Skitag doch nicht so schnell, wie es sich einige gewünscht hätten. Um 16 Uhr bestiegen wir erneut die Gondel, die uns wieder sicher ins Tal zurückbrachte. Nach dem Nachtessen ging es in der Turnhalle weiter. In einem Fussballturnier wurde ziemlich verbissen darum gekämpft, welches Team denn wohl die Nase vorn haben werde. Sogar ein Leiterteam spielte mit, was aber sang- und klanglos unterging. Nach einem ersten, doch etwas anstrengenden Tag, sanken wir alle müde in unsere Betten. In einigen Zimmern hörte man noch Geflüster oder Gekicher, aber auch das verstummte mit der Zeit, bis es dann in allen Zimmern ruhig wurde. Vielleicht war das aber auch nur der Wunschtraum der Leiter, denn wenn man genau hinhörte, konnte man doch noch einige Geräusche aus den Zimmern vernehmen, was darauf hindeutete, dass vielleicht doch noch nicht alle am Schlafen waren. Falls man erwischt wurde, konnte man ja immer noch sagen, man müsse aufs Klo. Jeder, der schon einmal ein Lager mitgemacht hat, weiss wohl, wovon ich spreche.

In den folgenden Tagen meinte es der Wettergott nicht immer gut mit uns. Vor allem an ungemütlichen Tagen wollten die Schüler schon früher zurück in die Unterkunft gehen, da im Gebäude oberhalb unserer Unterkunft das Hallenbad auf sie wartete. Fast jeden Abend konnte man sehen, wie nur mit Badezeug und Schlappen bekleidete Gestalten bei relativ tiefen Temperaturen von der Unterkunft zum Hallenbad huschten.

Leider hatten wir auch diesmal wieder einen kleinen Unfall, bei dem sich eine Schülerin den Daumen überdehnt hatte. Doch das war kaum der Rede wert verglichen mit anderen Jahren. Hinzu kamen ein Knieproblem und ein paar Blasen und wunde Stellen von den Skischuhen, also nichts Tragisches.

Das Highlight am Dienstagabend war sicher das Spiel „Schlag den Raab“. Es massen sich Schüler gegen Leiter in 15 verschiedenen Disziplinen. Es blieb spannend bis zum Schluss. Aber am Ende waren die Schüler ein Quäntchen besser.

Am Mittwoch wurde nur am Nachmittag gefahren. Am Morgen durften die Schüler bis um 9 Uhr ausschlafen. Danach gab es einen herzhaften Brunch. Der Tag wurde abgerundet durch einen Casino-Abend, an dem sich die Schüler „aufstylten“ und ihr Startkapital mit diversen Spielen zu vermehren versuchten. Falls das Geld ausging, konnte man sich durch Erfüllen kleiner „Aufträge“ wie Karotten schälen, Autoscheiben putzen oder andere Dinge wieder etwas Geld dazuverdienen. Am Kiosk wurde dieses Geld dann gierig in Schleckzeug umgewandelt.

Am Donnerstag bemerkte man bei den Schülern die ersten Ermüdungserscheinungen. Um vor allem noch grössere Verletzungen zu vermeiden, liessen wir die Schüler ein bisschen früher zurück zur Unterkunft gehen. Ein paar von ihnen hatten sowieso noch Vorbereitungen zu treffen für den „Bunten Abend“, an dem für einmal die Schüler das Programm gestalten durften.

Der Freitag zeigte sich von seiner winterlichen Seite. So konnte fast jeder den letzten Tag nochmals geniessen, vor allem diejenigen, die nicht genug vom Tiefschneefahren bekommen konnten. Das Highlight am letzten Abend war bestimmt das Pizzaessen, bevor schliesslich ein Car voll zufriedener Jugendlicher die Heimreise nach Staffelbach antrat.

Um die Erinnerung an das Lager nicht so schnell verblassen zu lassen, erhält jeder Teilnehmer eine CD-Rom mit ein paar Bildern als Andenken an eine ereignisreiche und hoffentlich unvergessliche Lagerwoche.

Mark Eichenberger

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