Leserbeitrag
Schneeschuh-Wochenende des Kirchenchors Lunkhofen

Marcel Siegrist
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Am vergangenen Wochenende machte sich ein Trüpplein von 13 schneehungrigen Chormitgliedern mit dem Zug auf den Weg. Das Reiseziel, Rona oberhalb Savognin, war nach dreieinhalb Stunden herrlicher Bahnfahrt durch unser schönes Land erreicht. Die Schneelandschaft bei blauem Himmel und Sonnenschein zog uns rasch in ihren Bann. Reisen macht hungrig, und der Gastgeber wartete bereits mit einer feinen Gulaschsuppe auf.

Bald ging’s auf die Schneeschuhtour. Alle fassten eine Ausrüstung , und los ging’s, immer schön im Gänsemarsch hinter dem Tourenleiter. Den wahren Wert so eines Tourenleiters durften alle kennenlernen, als Jedes eine kurze Wegstrecke die Führung übernehmen durfte. So durch den tiefen Schnee eine Spur zu machen ist ganz schön anstrengend. Hoher und immer höher hinauf, durch Weiden und Wald führte der Weg. Langsam brach die Nacht herein. Als die Sterne am Himmel immer klarer sichtbar wurden erfuhr die Gruppe vom Tourenleiter tolle Geschichten über die Sternbilder und was so an Geschichten hinter ihnen steckt. Alle schafften den 800 Höhenmeter überwindenden Aufstieg. Und wer nicht mochte oder von Rückenschmerzen geplagt war konnte sich einem Schneetöfftaxi anvertrauen, das den Weg auch kannte.

In der geheizten Wirtsstube wurde bald ein feines Fondue serviert. Die feine, am Berg oben selbst gebackene Linzertorte mundete ebenfalls köstlich.

Zurück ins Tal fuhr Jedes auf seinem Schlitten. Der Neuschnee vom Vortag brachte es mit sich, dass die Talfahrt manchmal auch zur Talwanderung wurde. Und zu guter Letzt lebte die Gruppe der Weisheit nach; es führen viele Weg nach Rom, halt auch nach Savognin. Es brauchte von den Organisatoren Einiges an Geschick und Fantasie, um auch die gestrandeten Schlittler am richtigen Ort wieder einzusammeln.
Glücklich wieder vereint brachte das Bustaxi alle zurück nach Rone, wo augrund auftrauchender Müdigkeit bald Nachtruhe einkehrte.

Der Sonntag brachte einen der Höhepunkte, die im Leben eben manchmal einfach passieren, wenn alles zusammenpasst.
Und das war so:
Der Spaziergang nach dem reichlichen und sehr feinen Morgenessen führte die Chörlerschar hinauf zur Kirche, einer Schönheit, klein aber fein. Dort wartete schon der einheimische Chor, bestehend aus sieben Mitgliedern im fortgeschrittenen Alter, unter der Leitung einer 87jährigen Frau, die keinen Zweifel offenliess, dass sie das Singen noch voll beherrschte. Die Freude war allerseits gross über die dargebrachten Lieder, und der Gemeindeleiter von Lunkhofen steuerte den geistlichen und besinnlichen Teil bei, sodass es ein Sprachen überspringendes tolle s Erlebnis wurde.

Beim Apéro, spontan improvisiert unter freiem Himmel, wurde fröhlich getrunken, gegessen, geplaudert, und reichlich gesungen. Sogar ein Panflötenbeitrag wurde dargeboten. Bei sehr angenehmer Temperatur luden Liegestühle zum ausruhen ein, und so vergingen rasch nochmals ein paar Stunden, bis es hiess Abschied nehmen, Wohnung sauber machen, packen und adieu, heimwärts mit vielen guten Erinnerungen im Gepäck.

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