Leserbeitrag
Schlieren Ausflug des Vereins Abigsunne

Hugo Weber
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Röbi Welti

Für die diesjährige Herbstreise wählte unsere Reiseleiterin, B. Wespi, den Kanton Schaffhausen; genauer den Klettgau oder wie es im Prospekt „Weinerlebnisse“ heisst, das Blauburgunderland. 43 reisefreudige und gut gelaunte Senioren bestiegen in Schlieren den Bus. Auf der Hinfahrt begrüsste uns Präsident Röbi Welti und orientierte über die vorgesehene Reiseroute: Schlieren-Regensdorf-Kloten-Henggart-Andelfingen-Feuertalen-Schaffhausen.Von Schaffhausen (Festung Munot) über Neuhausen (am Rheinfall vorbei) führte die Reise durch die Dörfer am Fusse des Langranden nach Schleitheim, um dann via Hallauerberg und Hallau (Bergkirche St. Moritz) das Restaurant Gemeindehaus in Neunkirch anzusteuern, wo das Mittagessen eingenommen wurde.

Der Klettgau ist eine der fünf Weinregionen des Kanton Schaffhausen und die Geschichte des Weinbaus reicht in diesem Kanton in die Römerzeit zurück. Im Mittelalter war die Abtei Allerheiligen die weitaus grösste Besitzerin von Rebland, das sie grossenteils an Weinleute verpachtete. Auch nach der Reformation blühte der Weinbau, denn die städtischen Zunftherren der Reb- und Weinleute sorgten dafür, dass er sich gedeihlich entwickeln konnte. Heute stützt sich der Schaffhauser Weinbau auf rund 85 Prozent Blauburgunder und rund 15 Prozent RieslingxSylvaner. Das Klettgauer Weingebiet reicht von Trasadingen über Hallau, Schleitheim bis zum stadtnahen Löhningen und auf der andern Talseite von Wilchingen bis Osterfingen. Für Kenner ist nicht jeder Blauburgunder gleich wie der andere und jede der bekannten Lagen hat ihre besonderen Liebhaber, sodass an dieser Stelle auf eine Empfehlung verzichtet wird.

Die Heimfahrt führte durch das Wangental, das insofern eine interessante Geschichte hat, weil es Riedland war und in langer Arbeit urbarisiert wurde. Ausserdem wurde am Rossberg vor 200 Jahren Eisenerz abgebaut (1850 eingestellt), was für die damaligen Menschen im Klettgau von grosser wirtschaftlicher Bedeutung war. Via Eglisau-Niederglatt-Dielsdorf-Buchs-Regensdorf, erreichten wir Schlieren. Gute Laune und Gesang sorgten für eine frohgemute Reise; der Organisatorin und den Helfern sei herzlich gedankt.

Hugo Weber, Schlieren

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