Leserbeitrag
Rückblick auf das Konzert 2017 des Frauenchors Birmensdorf

Maja Rajgl
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„Sound The Trumpet“

So hiess das Motto und auch das erste Lied des Konzertes in der katholischen Kirche St.Martin. Die Aufforderung, die Trompete erschallen zu lassen, hatte der Hofkomponist Henry Purcell im Jahr 1694 zur Geburtstagsfeier der englischen Königin Mary geschrieben. Und das Publikum in der voll besetzten Birmensdorfer Kirche lauschte wohl ebenso erwartungsvoll den ersten Tönen, die der talentierte Solotrompeter Tobias Loew seinem golden glänzenden Instrument entlockte. Mit seinem einfühlsamen Spiel umrahmte und begleitete er zusammen mit Mirjam Bossart an der Orgel den Frauenchor Birmensdorf durch das schöne und anspruchsvolle Programm. Die Chorleiterin Marie-Louise Wipf-Staubli hatte bekannte und beliebte geistliche Werke teilweise neu arrangieren müssen, da es eigentlich kaum Kompositionen für Frauenchor und Trompete gibt. So aber kamen die Stimmen im Wechsel mit dem herrlichen Klang des Blasinstruments und der Orgel wunderbar zur Geltung. Wie zum Beispiel in Mozarts „Laudate Dominum“ und "Ave verum". Die bekannte "Deutsche Messe" von Franz Schubert war zum Schluss der musikalische Höhepunkt und zugleich auch die grösste Herausforderung an uns Sängerinnen.

In den sieben Jahren gemeinsamen Musizierens mit der Dirigentin aus Muri hat sich der Frauenchor gesangstechnisch, musikalisch und gestalterisch immer weiter entwickelt. Das bestätigten auch diesmal langjährige treue Besucher und Besucherinner unserer Konzerte. So sei dies unsere bisher beste Leistung gewesen was Sicherheit, Präsenz, Gestaltung und Aussprache betraf. Der Chorklang sei für einen Laienchor bemerkenswert, meinte ein sonst recht kritischer Konzertbesucher. Einige Zuhörer berichteten gar, sie hätten zeitweise Gänsehaut gespürt, weil unsere Musik sie so sehr berührt habe. Ein lang anhaltender Applaus des Publikums und viele Komplimente erfüllten uns mit grosser Freude und auch ein wenig Stolz.

Beim anschliessenden gemütlichen Imbiss liessen sich die Mitwirkenden und Besucher von tüchtigen Helferinnen des Frauenvereins verwöhnen. Ein unvergesslicher Nachmittag fand damit einen schönen Ausklang. M.R.