Leserbeitrag
Reise ins Paradies

Kaiseraugster Seniorenferien vom 24. bis 30. Mai in Seefeld im Tirol.

Marcel Siegrist
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Pfingstmontag, strahlender Sonnenschein, strahlende Gesichter, eine fröhliche Schar von Senioren macht sich einmal mehr auf den Weg zu ein paar Tagen Entspannung, die es so ohne Seniorenwoche nicht gäbe. Schön ist, dass es auch neue Gesichter dabei hat. Diesmal geht es nach Seefeld ins Hotel Eden, einem auf einer Hochebene gelegenen alpinen Ferienort mit einem kleinen See, umgeben von zackigen Berggipfeln und saftig grünen Bergwiesen.

Für ihre morgendlichen Einstimmungen in den Tag wählen Esther Borer-Schaub und Ruth Imhof-Moser das nahe liegende Thema: EdenParadies. Die Geschichte ist fast allen bekannt, und doch gibt es dazu soviel zu sagen, zu bedenken und mitzunehmen in den Alltag.

Schon am ersten Tag geht es mit einer fröhlichen Kutschenfahrt auf die Wildmoosalm, wo der Almwirt alle seine Gäste mit einem kleinen Marillenstamperl empfängt. Inmitten der schönen Bergwelt geniessen wir typische, österreichische Spezialitäten, wie den Kaiserschmarren oder den Palatschinken. Wer mag und kann, macht noch einen kleinen Spaziergang zum nahe gelegenen Bergseelein. Bald geht es schon wieder bergab ins „Paradies".

Trotz etwas unsicherer Witterung darf auch der Ausflug ins nahe gelegene Mittenwald am Fusse des Karwendelgebirges nicht fehlen. Ein wirklich pittoreskes kleines Städtchen das zum Bummeln und Verweilen einlädt mit einem weltberühmten Geigenbauzentrum. Die Gelegenheit, etwas für die Lieben zu Hause zu kaufen, wird rege benützt.

Innsbruck ist nur einige Kilometer im Inntal entfernt. Es ist daher nahe liegend, dass wir der Stadt einen kurzen Besuch abstatten. Einige erkunden den Ort zu Fuss andere mit einer gemütlichen Kutschenfahrt. Das „goldeneDachl" glänzt wie eh und ist die Attraktion für Touristen. Nach einem kleinen Rundgang durch die gemütlichen Lauben und ihren vielen Läden bleibt genügend Zeit für ein schmackhaftes Mittagessen. Dann geht es wieder zurück in die Berge.

Die Nachtessen sind immer ein Höhepunkt im Tagesablauf. Wir werden sehr verwöhnt. Wer mag, kann den Abend mit einem Spaziergang ausklingen lassen. Es reicht auch für einen zünftigen Jass oder einen kleinen Schwatz bei einem „Bierchen" oder sonst einem Schlum-mertrunk.

Zu erwähnen bleibt noch, dass dieses Jahr drei Geburtstage, davon zwei runde, gefeiert werden konnten. Den Jubilaren noch einmal alles Gute....
Es ist Samstag. Die Seniorenwoche neigt sich schon dem Ende zu. Der Höhepunkt der Unterhaltung kommt erst noch. Wir spielen zehn Runden des bei allen beliebten Lottos. Mit wie viel Eifer und Aufmerksamkeit werden die aufgerufenen Zahlen verfolgt und schon bald heisst es: „Lotto" Die Gewinner erhalten attraktive Preise und Trostpreise.

In der Seniorenwoche darf auch das tägliche Turnen nicht fehlen. Pia Felder leitet diese Aktivität mit viel Umsicht. Bei Sonnenschein findet das Turnen auf der grossen Dachterrasse mit schönem Rundblick in die umliegenden Berge statt.

Die Sonne zeigt sich nicht jeden Tag. Basteln ist deshalb ein willkommener Zeitvertrieb und eine gute Möglichkeit kreativ tätig zu sein. Unter der Anleitung des Teams entstehen gefilzte buntfarbige Duftseifen und in intensiven Farben leuchtende Papierblumen. Die Seifen schmücken die letzte morgendliche Besinnung und jeder Teilnehmer kann eine als „Bhaltis" mitnehmen. Beim letzten Nachtessen ist der Tisch mit bunten Papierblumen dekoriert.

Leider ist es schon wieder Sonntag und Zeit zur Heimreise. Die Stunden und Tage gingen wie im Flug vorbei und etwas traurig heisst es: nach Hause fahren. Wir hätten gerne noch etwas im „Paradies" verweilt!

1990 realisierten Esther und Martin Borer-Schaub die erste Seniorenwoche. Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes wird ihnen ein Photobuch der letztjährigen Reise übergeben. Dieses Engagement für die Senioren unserer Gemeinde ist bemerkenswert und verdient Lob und Anerkennung. „Merci villmol".

Dank der guten medizinischen Betreuung durch Elisabeth Bohren und den sicheren Fahrkünsten von Ernst Ischi sind wir alle wohlbehalten zu Hause angekommen, und, wir freuen uns jetzt schon wieder auf die nächste Seniorenreise. Geht es wohl wieder ins Paradies?

Peter Bohren

Mehr dazu auf www.ref-rheinfelden.ch

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