Leserbeitrag
Reise des Kunstvereins unteres Aaretal

Marcel Siegrist
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Le Train Blue

Le Train Blue

Der Kunstverein unteres Aaretal machte sich dieses Jahr auf den Weg nach Paris. Zwanzig Mitglieder und Kunstliebhaber nahmen an der gelungenen 4-tägigen Reise teil.

Man traf sich im Freitag in Bahnhof Basel SBB um 10 Uhr am Gleis 5. Das organisierende Reisebüro der SBB überbrachte drei Flaschen Pro Secco damit die Reisenden fröhlich ans Ziel kämen. Die Geschwindigkeit (bis 316 km/Std.) vermag immer noch zu imponieren und ist dem Flugzeug auf dieser Strecke von Innenstadt zu Innenstadt überlegen. Einziger Wermutstropfen war, dass das Gastronomische Angebot im sog. Barabteil sehr minimalistisch ausgefallen ist. Da die Reise lediglich drei Stunden beträgt, kann dies wohl verkraftet werden.

Nach der Ankunft im Gare de Lyon wurden die Zimmer im Hotel Mercure bezogen, das praktischerweise in ein Anbau des Bahnhofs integriert ist. Direkte Treppen führen zum imposanten Metronetz, das alle Teile der Millionenstadt im rasanten Tempo miteinander verbindet. Da die Reisenden mit einem 3-tages Ticket bestückt waren, wurde dieser Service ausgiebig benutzt. Die Effizienz mit der das teils aus dem Jahr 1900 bestehenden Systems funktioniert ist beeindruckend.

Warum ist ein Grossteil der Pariser schlank?
Des Rätsels Lösung „Warum ist ein Grossteil der Paris schlank?“ liegt in der Metro. Hunderte von Stufen hinauf und hinunter verbinden die Aussenwelt und den Wirrwarr von Stockwerken miteinander. Rolltreppen gibt es kaum; der Pariser ist ständig in Bewegung und entsprechend schlank. Invalide und Personen mit Kinderwagen trifft man hier dann auch kaum je an. Es steht aber auch ein auch ein leistungsfähiges Bussystem zur Verfügung.

Da der Nachmittag des ersten Tages verregnet war, wurden die Galerie Lafayette und einige Bistros besucht und das Metrosystem getestet. Da die Teilnehmer einer so eine grosse Gruppe naturgemäss unterschiedliche Interessen hat, erfolgte eine zwangslose Gruppengliederung.

Am Vormittag des zweiten Tages wurde eine Besichtigung des Stadtteiles „Bellerive“ im Osten der Stadt durchgeführt. Er wird auch die „schöne Stadt“ genannt, Arbeiterhochburg und Geburtsort von Edith Piaf. Die heutige Mixtur aller Nationalitäten vor allem aus Nordafrika widerspiegelt sich in den unterschiedlichsten gastronomischen Angeboten.

Die Gruppen verteilten sich je nach Gusto über die Stadt: Arc de Triomphe; Eiffelturm, Ile Saint-Louis (mit dem urgemütlichen Restaurant „Nos Ancêtres les Gaulois“ Diner à discrétion Wein inbegriffen € 40). Sacré Coeur, Montparnasse, Marché aux Puces (es gibt mehrere davon!), Notre-Dame de Paris, La Defence.

Le Train Blue – Kulinarischer Höhepunkt
Le Train Blue ist ein Teil des Bahnhofes „Gare de Lyon“. Von aussen ist die „Belle Epoque“ sehr diskret, aber innen und besonders im Restaurant blüht der Stil des ausgehend Jahrhunderts. Decken und Wände der grossen Säle sind mit Skulpturen, Vergoldungen und riesigen Gemälden komplett verziert.

Die Preise der verschiedenen Menüs inkl. Weine sind vernünftig und die Qualität ausgezeichnet. Für einen Schlummertrunk sind wir dann doch wieder ins Hotel disloziert, da die Preise in der Bar des Restaurants schwindelerregend hoch sind.

Einem der Mitglieder entschlüpfte die Bemerkung, dass man in Paris pro Minute wohl mehr Menschen begegnet als bei uns in einem Jahr.

Informationen über den Verein erteilt: imillat@bluewin.ch

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