Leserbeitrag
Produktion der Fernseh-Gameshow...

...und mittendrin Schüler der Kreisschule am Maiengrün

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Den Produktionstag im TV Studio des Fernsehen SF2 für die Gameshow werden die Klassen der 1. Real und der 1. Sek nicht so schnell vergessen. Die Schülerinnen und Schüler erlebten hautnah wie eine TV-Sendung auf die Beine gestellt wird - und sie mittendrin.

In Zürich bei der Haltestelle „Fernsehstudio" spuckte das Tram der Linie 11 die 21 Schüler der 1. Real und der Sekundarklasse sowie die zwei Lehrerinnen, Katrin Kuhn und Regula Staufer aus. Nach einem kurzen Fussmarsch standen alle vor einem mächtigen Gebäude, in dem das Schweizer Fernsehen eine Vielzahl seiner Sendungen produziert. Die Klasse wurde bereits erwartet. Eine jüngere Frau stellte sich als Sandra vor. Dass sich jemand nur mit seinem Vornamen vorstellt, war für die meisten Schüler etwas ungewöhnlich und machte sie im ersten Moment ein wenig stutzig. Die Erklärung liess aber nicht lange auf sich warten. Sie wies darauf hin, dass sich beim Fernsehen eben alle duzen. Darauf geleitete Sandra die Schüler in den Empfangsraum, wo bereits die gegnerische Klasse aus dem zürcherischen Embrach sich breit gemacht hatte. Grosse flimmernde Monitoren wiesen auf den bevorstehenden Wettkampf hin.

Hervorragende Organisation
Der Empfang war nur ein Vorgeschmack auf das, was die Schüler den ganzen Tag hindurch erwarten sollte: Eine durch und durch professionelle Organisation von Seiten des Fernsehens, die keine Wünsche offen liess. Nach einem kurzen gegenseitigen Beschnuppern mit der anderen Klasse galt es für Sabrina Schmid und Stephanie Schweizer von der 1. Real ernst. Zusammen mit ihren Gegnerinnen wurden die Beiden ins TV-Studio Nummer 4 gebracht. Der Puls schlug schneller und eine gewisse Nervosität machte sich auf dem Weg durch die vielen Gänge breit.
Im Gegensatz zu den anderen Tagen findet jeweils montags bei Arbeitsbeginn zuerst eine Probeaufnahme statt. Als die vier Teilnehmerinnen an der Gameshow ins Studio traten, war bereits alles vorbereitet. Die mitgebrachten Gegenstände wurden seitlich des kleinen Pults griffbereit platziert, damit sie beim Gespräch mit dem Moderator Patrick Hässig rasch bei der Hand sind. Eine Tätigkeit ging in die andere über. Kaum waren die mitgebrachten Gegenstände von der Kamera eingefangen worden, waren die vier Schülerinnen auch schon mit einem Mikrophon verkabelt.

Kleine technische Pannen
Anschliessend ging es in die Maske, wo die Kandidatinnen gestylt wurden: Gesichter gepudert, damit sie im Scheinwerferlicht nicht so glänzen; die Haare allenfalls zu einem Rossschwanz zusammengebunden, damit das Gesicht nicht verdeckt ist und bei Bedarf Lippenstift aufgetragen. Der nächste Zusammenzug erfolgte wieder im Studio. Die beiden Klassen hatten mittlerweile neben den Kandidatinnen ihre Plätze eingenommen. Und plötzlich hiess es: „Achtung Aufnahme, wir starten." Die ganze Gameshow wurde probehalber mit dem nun anwesenden Moderator Patrick Hässig einmal durchgespielt.
Im Studio 4 wurde es wegen der zahlreichen von der Decke herunterbaumelnden Scheinwerfer zusehends wärmer und wärmer und einige begannen auf ihrer Sitzbank unruhig hin und her zu rutschen. Während den Aufnahmen war es aber strikte verboten, einen Pullover oder ein Sweat-Shirt auszuziehen. Letzte Korrekturen wurden jetzt noch angebracht und Hinweise erteilt und einige technische Probleme, die zu leichten Verzögerungen führten, behoben. Sabrina uns Stephanie gingen als klare Siegerinnen bei den Probeaufnahmen hervor.

Preise abgeräumt
Leider lief es den beiden Mädchen im Ernstkampf weniger gut. Sie unterlagen den beiden Kandidatinnen aus Embrach. Wie es sich zeigte, reicht Wissen alleine nicht aus um als Sieger aus der Gameshow hervorzugehen. Ebenso wichtig sind eine grosse Portion Glück wie beispielsweise der Joker, der Punkte in die Kasse spült oder die Klassenfrage, die die Chance in bezug auf eine richtige Antwort erhöht. Auch das andere Team, das auch noch am Morgen im Einsatz stand, ging als Verlierer - allerdings mit einer Differenz von nur fünf Punkten- vom Platz.
Doch nach dem vom TV offerierten Mittagessen (Spaghetti Bolognese und Getränke) wendete sich das Blatt für die Dottiker Schüler und Schülerinnen. Die drei restlichen Teams stachen ihre Gegnerinnen und Gegner klar aus. Am Nachmittag blieb auch noch Zeit die Fernsehstudios zu besichtigen. Nach einem anstrengenden und vollgepackten Tag, aber mit unvergesslichen Eindrücken kamen die Schüler und Schülerinnen gegen Abend wieder in Dottikon an.

Peter Wächter