Leserbeitrag
Pro Senectute Olten - Winterwanderung zum Lauenensee

Helena Studer-Winter
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Die Gesichtszüge unseres Wanderleiters Werner Studer hellten sich auf, als die Wandergruppe in Gstaad nach langer Bahnfahrt bei Sonnenschein ins Postauto nach Lauenen einstieg. Es hatte sich also doch gelohnt, trotz eher etwas unsicherer Wettervorhersage, der geplanten Winterwanderung das Startsignal zu geben! Sechszehn Teilnehmende hatten eine Anmeldung riskiert und erlebten einen strahlenden Tag im Schnee.

Beim Startkaffee im Restaurant Alpenland wurden Tipps zu optimaler Bekleidung, Sonnenschutz und Schuhkrallen ausgetauscht. Schliesslich wollte niemand einen Sturz auf eisigem Boden riskieren. Die Rundwanderung begann leicht aufwärts auf dem Fahrsträsschen. Wer hier ein Ferienhaus besitzt, verfügt wohl auch über den entsprechenden Wagen. Auf der Hochebene angelangt, kamen uns einige Pferdeschlitten entgegen, die Passagiere in warme Decken gehüllt. Seitlich blieb wenig Platz, aber die Pferde schienen Begegnungen gewohnt. Noch enger wurde es aber, als ein breiter Schneepflug aus der Gegenrichtung kam. Der freundliche Fahrer drehte die riesigen Räder und räumte uns einen halben Meter ein. Später wurde der Blick frei auf den schneebedeckten Lauenensee, der eingebettet in Tannenwälder am Fuss der Berggipfel liegt. Die Wintersonne strahlte und entlockte Manchem einen begeisterten Ausruf. Im heimeligen Mattenstübli-Beizli gab es hausgemachte Suppe, Rinderwurst und Käse.

Auch auf dem Rückweg schien immer wieder die Sonne auf den See und unseren Weg. Was die Rockgruppe Span vor über 30 Jahren als Hit landete, gilt auch heute noch, gilt auch für uns: „I gange no meh a Louenesee“. Die Gegend hat nichts von ihrem Zauber verloren und im Sommer ist alles gewiss eben so schön. Es reichte noch für einen Schlusstrunk, dann fuhr uns das Postauto zurück nach Gstaad und die Heimreise im Zug begann.

Heidi Oetiker

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