Leserbeitrag
Pflegeheimkosten – wer zahlt was?

Fabienne Schmid
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KORRIGENDA
Vortrag Pflegeheimkosten SRRB

In unserem Bericht über den Vortrag von Frau Verena Enzler, Ombudsfrau für Heim-, Spitex- und Altersfragen, Kanton Aargau, möchten wir richtig stellen, dass es zwei Abrechnungssysteme, RAI und BESA für die Pflege gibt und nicht, wie irrtümlich aufgeführt, für die Betreuung.
Eine weitere Klarstellung: Bevor die Ombudsstellen angefragt wird, sollte die Problematik zuerst mit der Heimleitung besprochen werden. Die Pro Senectute bietet Unterstützung bei der Entscheidung für einen Heimeintritt. Sie unterstützt auch bei finanziellen Fragen, beim Umzug etc. Sie kann aber nicht zur Problemlösung herangezogen werden, wenn die Ombudsstelle nichts erreichen konnte.

Wir bitten um Entschuldigung.
Senioren- und Seniorinnenrat Region Baden

Gemäss einer Umfrage bei den Mitgliedern des Senioren- und Seniorinnenrates der Region Baden (SRRB) wurde an erster Stelle eine Aufklärung zum Thema Pflegeheimkosten gewünscht. Ruth Blum, Präsidentin des SRRB, durfte rund 200 Personen zum Vortrag von Frau lic.iur. Verena Enzler begrüssen, Ombudsfrau für Heim-, Spitex- und Alterfragen, Kanton Aargau.

Frau Enzler erklärte, wie sich die Kosten im Alters- oder Pflegeheim zusammensetzen und wer für welche Kosten aufkommt. Eine klare Regelung für den Kanton Aargau fehlt noch.

Die Pflegekosten setzen sich aus Hotellerie, Pflegekosten und Betreuung zusammen, wobei die Pflegekosten dem Krankenversicherungsgesetz unterliegen.

Die Abrechnungssysteme für die Betreuung werden unterschiedlich, basierend auf zwei verschiedene Systemen, gehandhabt: RAI-System und BESA-System, wobei bei beiden die bedarfsgerechte Pflege und die Würde des Patienten sowie das Recht auf Autonomie im Vordergrund stehen (sollten).

Kostenträger sind die Bewohner, die Krankenkasse und die öffentliche Hand, wobei jedes Alters- oder Pflegeheim andere Kosten verrechnet.

In der anschliessenden Fragestunde wurde betont, dass bei Unzufriedenheiten zuerst die Heimleitung, dann die Ombudsfrau und zuletzt die Pro Senectute Ansprechpartner sein sollte, wobei Pro Senectute bei allfälligen Fragen immer kompetente Ansprechperson ist.

Pflegekosten werden so lange verrechnet, bis keine Eigenmittel mehr vorhanden sind, resp. das gesetzliche Minimum.

Die Basisbetreuungsbeiträge sind verschieden

Angehörige können Einblick in die Betreuungskosten und das Krankendossier verlangen.

AG Kommunikation, srrb

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