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Pfarreilager Balingen/Böbikon

Marcel Siegrist
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Am letzten Samstag gegen Mittag versammelte sich die Kinderschar an den verschiedenen Einsteigeorten. Voller Spannung auf das kommende Abenteuer im bündnerischen Bergdschungel, wurde der Car beladen und die Reise nach Surcuolm startete.

Nach der Mittagspause bei der Raststätte Heidiland, kam die Schar am späteren Nachmittag bei ihrem Zuhause für eine Woche an und begrüsste die Küchencrew, welche das Haus bereits in Beschlage genommen hatte. Wer schläft nun mit wem in welchem Zimmer, die Diskussionen liefen auf hochtouren, bis das Rätsel vom Leitungsteam gelöst wurde. So wie im Dschungelcamp, gab es am ersten Abend Reis und Bohnen zum Abendessen. Der Abend wurde mit der Gruppeneinteilung und verschiedenen Spielen ausgefüllt. Trotz der langen Reise und des aufregenden Tages war die Nacht kurz, doch irgendwann fanden alle ihren Schlaf.

Als am Sonntagmorgen die Elefanten vom Radio durch das Haus polterten, erwachte die Kinderschar und das Haus wieder zum Leben. Nach dem ersten gemeinsamen Frühstück, wurden die Sinne der Kinder angeregt. Jede Gruppe absolvierte die Posten und sammelte gemeinsam Punkte, welche am Abend in Sterne umgewandelt wurden. Am Nachmittag bastelten alle, aus leeren Shampoo und Putzmittelflaschen, Dschungeltier-Krimskramsdosen und vor dem Abendessen besammelte sich die Kinderschar zum gemeinsamen Gottesdienst. Im Hauseigenen Kino lief am Abend der Film „Das Dschungelbuch“.

„Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ war das Motto vom Montag. So stand eine gemütliche Wanderung auf dem Programm. Der Weg führte von Surcolm nach Cuolm Sura, mit der Bergbahn auf den Piz Mundaun auf dem es anfangs sehr kalt und neblig war.

Auf dem Weg zurück nach Cuolm Sura gab es die gepressten Larven (Landjäger) und Brötchen zum Mittagessen. Beim Bergrestaurant Cuolm Sura nahm die Schar den Spielplatz mit den Trampolinen in Beschlag und genoss eine Glace. Bevor der Rückweg nach Surcuolm angetreten wurde, stand die erste Challange noch auf dem Programm. Zwei Kinder pro Gruppe mussten den „Dschungelsumpf“ mit drei A4 Blättern überqueren. Anschliessend trat die gesamte Gruppe den Rückweg zum Lagerhaus an. Einige Müde, andere noch fit genossen die meisten eine warme Dusche, so dass alle wieder fit waren für den gemeinsamen Spieleabend.

Am Dienstag nach dem Frühstück und den obligaten Ämtli’s lagen Bohrmaschine, Hammer, Draht, Holz und verschiedene Naturmaterialien bereit. Daraus entstanden bei schönem Sonnenschein Insektenhotelle. Da die Akkuschrauber eher rar waren, wurde die Schar in zwei Gruppen geteilt. Die Kinder, welche erst am Nachmittag ihr Insektenhotel zusammen bauen konnten, verweilten auf der grossen Spielwiese mit diversen Spielen. Am Nachmittag wurden die Gruppen getauscht, doch bevor das Programm startete, trat ein Kind pro Gruppe zur Challange an. Drei essbare Sachen auf einem Löffel mussten probiert und herausgeschmeckt werden. Das Abendprogramm war ein Höhepunkt. Das beliebte Lotto war angesagt und jeder der Teilnehmer räumte einen Preis ab.

Wie die Zeit vergeht. Für die Kinder viel zu schnell. An diesem Morgen standen zwei Challanges auf dem Programm. Zum einen musste ein Spezialdrink aus verschiedenen zusammengemixten Produkten möglichst schnell getrunken werden. Bei der zweiten Challange mussten die Kinder möglichst schnell eine Kreuzspinne essen, welche aus einem Biberli und Lakritz bestand. Und schon war es Zeit für das Mittagessen. Die Kinder waren erstaunt, dass es erst elf Uhr war, doch dies hatte seine Gründe. Um vierzehn Uhr, erwartete die Schar den Besuch im Erzbergwerk im Platenga Tobel von Obersaxen. Die vielen Gänge und Sackgassen im Bergwerk sorgten für Staunen und zum Teil für Verwirrung, ob der Ausgang auch wieder zu finden ist. Nach dem Erzbergwerk führte der Weg weiter zum Rufalipark. Dort wurde der Spielplatz in Beschlag genommen und eine weitere Challange stand auf dem Programm. Je ein Kind pro Gruppe musste Sterne im Badesee suchen und herausholen. Anschliessend gab es Krebse (Cervelat) und Schlangen (Bratwürste) vom Grill. Mit Fackeln spazierte die Schar zurück zum Lagerhaus.

Oje, ihr habt uns vergessen zu wecken, kamen an diesem Morgen einige Kinder zu den Leitern. Dies war jedoch nicht der Fall, denn alle durften eine Stunde länger schlafen. Nach einem ausgiebigen Bruch startete der Spiele Tag. Viele Dschungeldisziplinen warteten auf die Kinderschar. So starteten die Gruppen gegeneinander in der "Gepardenstaffel" und bei der "Affenrally", setzten Puzzle zusammen bei „Könige des Dschungels“, sammelten Punkte beim "Spinnennetz", hüpfen bei der "Kängurustaffel" und beim "Froschhüpfen", am Schluss trat die ganze Kinderschar gegeneinander beim "Spinnenüberfall" an und mussten die Ballone an den Füssen gegenseitig zerplatzen. Zwischen den Disziplinen wärmt sich die Schar bei einem feinen Hamburger auf und stärkte sich für den Nachmittag. Am Abend stand eine weitere Challange auf dem Programm. So mussten pro Gruppe zwei Kinder einen Parcours durchlaufen. Das jüngere Kind musste das ältere Kind, welches die Augen verbunden hatte, nur mit Anweisungen durch den Parcours führen. Schon war es wieder spät und die zweitletzte Nacht war angebrochen.

Schon neigte sich die Woche dem Ende entgegen. Der letzte Tag wurde von den Gruppenchefs gestartet und auch gestaltet. Am Morgen wurden die Zimmer aufgeräumt und gepackt. Die letzte einzel-Challange stand auch noch auf dem Programm. Das Kind von der Gruppe, welches noch keine Challange absolvierte, musste möglichst viele Sterne aus einer Kiste herausholen, welche gefüllt mit Naturmaterialien, Plastikspinnen und Käfern und diversen Gummitieren war. Am Nachmittag schickten die Gruppenchefs ihre Gruppen durchs Dorf Surcuolm auf eine Schnitzeljagd, bei der viele Fragen beantwortet werden mussten. Nach dem Abendessen wurden die Sterne verteilt und die Fragen von der Schnitzeljagd beantwortet. Am Abend wurden die Dschungelkönige gekrönt, dies war Gruppe Grün, welche am meisten Sterne gesammelt hatte. Anschliessend war Dschungelparty angesagt, welche mit einer Cocktailbar grossen Anklang fand.

Mit einem grossen Danke an das Leitungsteam, für ihren Einsatz und ein paar Infos für die Heimreise am Samstag ging die Kinderschar zum letzten Mal im Ferienhaus Canetg schlafen.

Die Küchencrew weckte die Kinderschar, welche schon vor dem Frühstück die Zimmer leeren mussten. Die tolle, hilfsbereite Kinderschar war so im Schuss, dass das Lagerhaus schon kurz nach zehn Uhr der Hauswartin übergeben werden konnte. Als der Car ankam musste nur noch das Gepäck geladen werden und die Heimreise wurde angetreten. Das letzte gemeinsame Essen, mit der Aussicht auf den Walensee genossen alle. Damit die Zeit schneller verging bei der Weiterfahrt, sang die Kinderschar verschiedene Lieder und der Aargau kam immer näher. Bei den Aussteigeorten warteten alle Eltern schon auf ihre müden Abenteurer, welche herzlich begrüsst wurden.

Ein grosser Dank geht an alle Spender und Sponsoren, dank ihnen war es möglich den Kindern eine erlebnisreiche Woche zu bieten. Ein Dank geht an alle Eltern für das Vertrauen und an die Kinder für die tolle Woche. Und ein ganz spezieller Dank geht an das gesamte Leitungsteam für ihren Einsatz vor, während und nach dem Lager.

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