Leserbeitrag
Pater Pio Gebetsgruppe besucht Rom

Marianne Baldinger-Lang
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undefined Papst Franziskus vor dem Hl. Pater Pio und dem Hl. Leopold Mandic im Petersdom
undefined Pater Rolf Schönenberger, Pater Mauritius Honegger und Pater Andreas Ruf bei der Heiligen Messe in der Kirche Santo Spiritus mit 130 Wallfahrern aus der Schweiz.

Die Pater Pio Gebetsgruppe ist der Einladung von Erzbischof Michel Castoro von San Giovanni Rotondo nach Rom zur Privataudienz bei Papst Franzsikus gefolgt.

Die Einladung erfolgte für die Audienz vom 6. Februar. In dieser Zeit wird der Christenheit als Zeuge und Apostel der Barmherzigkeit der heilige Pater Pio vorgestellt und der Leichnam im Petersdom aufgebahrt. Papst Franziskus richtet die Aufmerksamkeit dem Werk des demütigen Ordensmannes und den Gebetsgruppen zu.

Die Pater Pio Gebetsgruppe "Don Bosco" machte sich am 5. Februar mit 30 Pilgern auf nach Rom. In einem Tag wurde die Strecke zurückgelegt. Im Eurobus begrüsste Pater Rolf Schönenberger aus Wil SG die Pilger. Der Rosenkranz wurde gebetet und Pater Rolf machte Katechese über das Heilige Jahr der Barmherzigkeit und über die Heilige Pforte. Die Reisenden erfuhren so, was es braucht, um einen Ablass zu gewinnen. Um den Ablass zu leben und zu erlagen, sind die Gläubigen aufgerufen, als Zeichen der tiefen Sehnsucht nach wahrer Umkehr einen kurzen Pilgergang durch die Heilige Pforte zu machen. In jeder Kathedrale oder vom Diözesanbischof bestimmten Kirche und in den vier päpstlichen Basiliken sowie in der Obdachlosenküche und im Gefängnis von Rom wurde eine Heilige Pforte geöffnet. Es ist wichtig, dass dieser Moment des Durchschreitens der Heiligen Pforte verbunden ist mit dem Sakrament der Versöhnung und der Feier der heiligen Eucharistie einschliesslich einer Reflexion über die Barmherzigkeit. Dazu gehört auch, dass man das Glaubensbekenntnis betet und ein Gebet für Papst Franziskus und für die Anliegen zum Wohl der Kirche und der ganzen Welt. Für die Kranken und die alten Menschen, die nicht durch die Heilige Pforte schreiten können, gilt der Ablass durch das Aufopfern ihrer Leiden an Christus und den Empfang der Kommunion.

Der Papst spricht zu 80 000 Pilgern

Um 21.30 Uhr in Rom angelangt, konnten die Pilger im Gästehaus Romitello per Ferie die Zimmer beziehen und bei einem kleinen feinen Nachtessen den ersten Reisetag beenden. Nach dem Frühstück am Samstag um 6 Uhr folgte der Bustransfer zum Vatikan. Für die sieben Kilometer brauchten die Reisenden 45 Minuten. Im Vatikan mussten sie in der Reihe anstehen, denn sie waren nicht die Ersten. 80 000 Pilger von Pater Pio Gebetsgruppen aus der ganzen Welt versammelten sich vor der Piazza San Pietro und mussten zuerst durch die Sicherheitskontrolle. Doch bei schönem Wetter, den Rosenkranz betend, verging die Zeit wie im Nu. Papst Franziskus kam sogar 30 Minuten früher mit dem Papamobil, damit er viele Pilger persönlich begrüssen konnte. Dann sprach er tiefe und eindrückliche Worte zu den Mitgliedern der Gebetsgruppen. Das Spital, das der heilige Pater Pio in San Giovanni Rotondo errichten liess, die "Casa Sollievo della Sofferenza", lebt nur von Spenden. Es ist das modernste Spital in Italien, ein Spital, wo Wissenschaft und Glaube Had in Hand gehen. Die Menschen sollen das Gebet mit dem Herzen machen und auf die Kranken mit einem liebevollen Lächeln zugehen.

Nach der Audienz folgte ein gutes Mittagessen mit Pasta und einem Glas Wein. Am Nachmittag ging es durch die Heilige Pforte. Den Rosenkranz betend, begab sich die Pilgergruppe in die Reihen der Wallfahrer. Durch die Heilige Pforte schreitend, im Bewusstsein, in das Barmherzigkeitsherz unseres Heilands einzutreten, betete die Pilgergruppe mit Pater Rolf vor der Pieta das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser für den heiligen Vater.

Im Petersdom war der Leichnam des Heiligen Pater Pio in einem gläsernen, mit Blumen geschmückten Sarg, aufgebahrt, daneben der heilige Leopold Mandic. Um 16 Uhr wurde bei den Heiligen der Rosenkranz gebetet. Plötzlich tauchte der Heilige Vater, Papst Franziskus auf, Ausserplanmässig betete er mit den Pilgern mit.

Am Abend begaben sich die Pilger aus der Schweiz in die Kirche Santo Spiritu in Sassia. Dort feierten Pater Rolf Schönenberger, Pater Andreas Ruf und Pater Mauritius Honegger zusammen mit 130 Wallfahrern aus der Schweiz die Heilige Messe.

Lebendige Geschichte

In den folgenden Tagen konnten die Pilger die Patrialkirche San Giovanni in Laterano, die Titularkirche Santa Croce in Jerusalem, die Kirchen Santa Maria Maggiore, San Paolo fuori le Mura, das Kloster Tre Fontane und schliesslich die Katakomben des heiligen Sebastian besichtigen. Die Geschichte unserer christlichen Vorfahren ist äusserst beeindruckend und lebendig in Rom, und die Wallfahrt war für die Pilger entsprechend lehrreich.

Auf der Rückreise im Car las Pater Rolf aus dem Buch von Papst Franziskus "Der Name Gottes ist Barmherzigkeit" vor und zitierte aus dem Gespräch mit dem Journalisten Andrea Tornielli: "Die Kirche ist nicht in der Welt, um zu verurteilen, sondern um die Begegnung mit dieser ursprünglichen Liebe zu ermöglichen, die Barmherzigkeit Gottes ist. Hinauszugehen aus den Kirchen und Pfarrhäusern, hinauszugehen und die Menschen dort zu suchen, wo sie leben, wo sie leiden, wo sie hoffen."

Lengnau, 15. Februar 2016

Laienleiterin der Pater Pio Gebetsgruppe "Don Bosco" Turgi

Marianne Baldinger-Lang

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