Leserbeitrag
Originelle Schulschlussfeier in Schneisingen

Feier und Spielnachmittag

Marcel Siegrist
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Der Vorhang ging auf... eine fröhliche, vielleicht auch etwas aufgeregte Kinderschar füllte die Bühne und sie eröffneten mit ihrem Lied „Ferie..." die diesjährige Schulschlussfeier. Mit ihrem herzer-frischenden Gesang erfreuten sie Eltern, Grosseltern, Gotten und Göttis gleichermassen. Der Schul-leiter Urs Schweri begrüsste die zahlreichen Gäste und gab der Freude Ausdruck, dass das vergangene
Schuljahr gut verlaufen war. „Nur selten bereiten die Schüler Kopfzerbrechen, aber umgekehrt sei dies vermutlich auch der Fall" meint Schweri. Die Szene gehörte nun ganz den Fünftklässlern, die Ende Schuljahr die Schneisinger Schule verlassen. Den 23 Abgängern wurde durch ihre Lehrer André Brunner und Rita Horber jedem einzelnen ein goldener Pokal überreicht. Die beiden Lehrkräfte strichen von jedem Schüler ihre Vorzüge heraus, sei es menschlicher, sportlicher oder kreativer
Art. Diese „Laudationen" entlockten den Besuchern manches Schmunzeln. Die Fünftklässler ihrerseits dankten ihren Lehrern gesanglich und tänzerisch, eine Gruppe fegte einen Breakdance sondergleichen auf die Bühne. Nicht genug damit, eine beachtlich grosse Gitarrengruppe gab Bob Marley‘s Ohrwurm „No woman, no cry" begleitet von Sängern zum besten. Der Song passte inhaltlich sehr wohl zum heutigen Abschied wo es so schön heisst: „in this bright future, you can't forget your past." Ein tosender Beifall belohnte die jungen Musiker. Urs Schweri sprach allen ein herzliches Dankeschön aus und wünschte den Fünftklässern einen guten Start in die Oberstufe. Er gab dann den Startschuss für den umfangreichen Spielplauschparcours rund ums Schulhaus und auf dem Turnplatz. Mit Feuereifer versuchte man sich im Büchsenwerfen, Nägel einschlagen, Ringschiessen oder dem Hufeisenwerfen. Zaghaft wagte man sich ein paar Meter auf den Stelzen zu gehen. Geduld war gefragt beim Riesenmikado oder beim Schachspielen. Reaktion und Geschicklichkeit brauchte es bei der Erbsenklatsche, beim Gummistiefelweitwurf oder der Chugelibahn. Wer sich eher kreativ betätigen wollte, fand die Möglichkeit Steine zu bemalen, sich einen eigenen Wimpel zu beschriften oder aber ein Windrad zu basteln. Sogar für die Insekten war gesorgt, an einem Posten bohrten die Kinder Löcher in ein grosses Stück Holz, es entstand ein Insektenhotel. Um den zuvor hochgeschraubten Adrenalin-spiegel zu senken, gab man sich verschiedenen Düften hin, die man erraten musste.
Kurz und gut, es hatte für jedermann etwas, wo man seine Fähigkeiten prüfen oder seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte. Bereits brutzelten die Würste auf dem Grill, die Festwirtschaft war bereit. Doch dunkle Wolken zogen auf und die ersten Tropfen fielen. Lange hielt das Volk dagegen, doch es wurde dann doch zu nass. Eigentlich könnte man eine Plane über den Platz spannen, aber eben, wo ist die ? Wenn der gute Abwart Wisi in den Ferien weilt, ist das so eine Sache. Flugs wurde ein Ersatzdach organisiert, damit man wenigstens die Würste, Pommes-Chips und Salate im Trockenen essen konnte. Rechnung gemacht. Trotzdem die lockere, etwas anders gestaltete Schulschluss-feier ist gelungen und hat allen Spass gemacht.

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