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Landwirt Oliver Vogt kann nicht immer nur NEIN sagen.

Maria Tanner
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(chm)

Wenn es um unser Dorf, die Landwirtschaft und Familien geht, dann halten Bäuerinnen, Landfrauen, Landwirte und Politiker zusammen und stellen innert Wochenfrist einen Themenweg zu den beiden extremen Agrar-Initiativen unter dem Titel «Landwirtschaftsweg Güttingen» und dem Motto «Schnägg Tina zeigt dir, wo dis Ässe här chund».

Die beiden Agrar-Initiativen beschäftigt auch das landwirtschaftsgeprägte Dorf Güttingen zwischen dem Bodensee und dem Eichenwald. Landfrau Maria Tanner hatte ganz spontan die Idee, einen Landwirtschaftsweg zu kreieren, der die Gefahren der Initiativen aufzeigt. «Dieser soll für Familien begehbar sein, oder, noch besser, mit dem Velo befahrbar», wird Maria Tanner vom Sonnenhof zitiert, «denn wir haben viele Höfe ausserhalb vom Dorf, die alle für uns Essen produzieren.» Mit dieser Idee suchte sie in Güttingen nach Unterstützung. Oliver Vogt, junger Bauer, der als Hofnachfolger auf dem elterlichen Betrieb vorgesehen ist, war von der Idee sofort begeistert: «Bei dieser Anfrage konnte ich gar nicht NEIN sagen, weil für mich klar ist, dass ich meinen Beitrag für die einheimische Milchwirtschaft und die Kälbermast leisten will und kann.» Martina Eugster, ausgebildete Bäuerin mit eigenem Bio-Hofladen und der dazugehörigen Produktion, ist die perfekte fachliche Ergänzung für die Entwicklung vom Güttinger Landwirtschaftsweg. «Weil es für uns das erste Mal ist, dass wir eine politische Kampagne im Dorf und fürs Dorf führen, sind wir froh, dass Sandra Stadler uns beratend zur Verfügung steht», sind sich die Fachleute einig. Ab Samstag, 15. Mai, 11 Uhr, ist der Landwirtschaftsweg Güttingen für alle Interessierten offen. Der Start ist beim Aussichtsturm vom Versuchsbetrieb. «Einfach hingehen, ein Schreibzeug und ein Papierblock mitnehmen, dann kann nichts mehr schiefgehen», ist sich die Bioproduzentin Martina Eugster sicher. «Ich finde es einfach nur genial, zusammen mit Produzentinnen und Produzenten eine politische Kampagne zu erstellen, die sogar noch Familien anspricht, denn unser Essen betrifft alle», meint Vize-Gemeindepräsidentin Stadler.

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