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Oberfreiämter Naturfreunde im Hölloch

Marcel Siegrist
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Am letzten Wochenende wagten sich verwegene Oberfreiämter-Naturfreunde auf eine 9-stündige Tour ins viertgrösste Höhlensystem der Welt.

Das Hölloch im Muotatal wurde 1875 entdeckt und nach vergeblichem Versuch zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wegen dauerndem Hochwasser, konnte die Höhle erst in den 50er Jahren für die Forschung und für Touristen zugänglich gemacht werden. Bis heute sind 200 km Höhlengänge erforscht und kartografiert.

Nach einem guten Frühstück wurden wir mit Overalls, Helmen, Gummistiefeln, Handschuhen und LED-Lampen ausgerüstet. Nach 15 Minuten in der Höhle rann der Schweiss nur so herunter und zwar bis wir nach Stunden wieder austraten. Jeder Muskel wird bei einem Höhlengang beansprucht.

Die Highlights waren die „Schlange“, ein Höhlengang, in dem man etwa 400 m auf dem Hosenboden runterrutschen kann oder das Durchkriechen der „Wiedergeburt“.

Hier musste eine glitschige Strecke von 150 Meter, mit leichter Steigung und mit einer Deckenhöhe von nur 40 cm, mühsam durchkrochen werden. Im grossen „Wasserdom“, in einer Halle von 30 Meter Höhe und 80x40 Meter Breite, entdeckt man unerwartet einen Wasserfall und winzige, weisse Krebse.

Wer einmal im Hölloch war, ist begeistert davon, obwohl es den meisten vorher mulmig war! Gemäss Veranstalter musste bisher noch kein Tourist notfallmässig aus dem Hölloch geholt werden, sei es wegen eines Unfalles oder der Platzangst.

Jens

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