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Kulturelles Highlight der Musikschule Olten in der Schützi

Hugo Bollschweiler
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(chm)

Kulturelles Highlight der Musikschule Olten in der Schützi

Von Astrid Lehmann

Eine Bühne voller junger, aufgeregter Musikerinnen und Musiker, ein Saal, in dem jeder coronakonforme Platz besetzt war, die Freude des Wiedersehens in den Augen der Eltern und Lehrpersonen, und ein vielfältiges, buntes Musikprogramm – das ist das Resultat des heurigen Streicher-Konzerts der Musikschule Olten, dem man nun nach langer Zeit wieder aus nächster Nähe beiwohnen durfte.

Wer sich am Freitagabend nach dem Badi und vor der Fussball-EM für einen Besuch in unserer Schützi entschieden hat, wurde nicht enttäuscht: Die alte Dame strahlte in ihrem Glanz, als sie ihre Pforten für die jüngste Generation Streicher-Musizierender öffnete. Um die 50 Schülerinnen und Schüler der Musikschule Olten gaben ihr Bestes in verschiedenen Ensembles und Formationen und spielten Stücke von Klassik bis Volksmusik, von Barock bis zur Romantik. Die jüngsten dabei waren knapp im Primarschulalter, die ältesten um die zwanzig.

Gross ist also das Spektrum, das die Ensembles Arcolino, Cellicatessen, Accelerando und Sinfonietta und andere Kammermusikbesetzungen umfassen, und reich die Palette der musikalischen Stilrichtungen, in denen sich ihre Musiklehrpersonen Dominique Gisler, Regula Anderes, Christoph Weibel und Hugo Bollschweiler bewegen. Eine beachtliche Vielfalt bietet diese Musikschule, die die Wichtigkeit und Bedeutung des Kammermusik- und Ensemblespiels mit gutem Gefühl erkannt hat, und mit viel Energie und Investitionen das Zusammenspiel seiner Schülerinnen und Schüler ermöglicht und fördert.

Neben den zahlreichen schönen Beiträgen des zweistündigen Programms bleibt die Schubert-Serenade, die die Streicherfachschaft für ihre Kollegin, Dominique Gisler spielte, unvergesslich. Berührende Momente fanden Platz, Menschlichkeit und Dankbarkeit kamen zum Ausdruck, ein schönes Symbol für die Kollegialität, die ein Team für eine ausscheidende Kollegin aufbrachte.

Die Kinder und Jugendlichen hörten auch da zu, und lernten.

So ist es eben, wenn man als Lehrperson das, was man in den Ensemblestunden unterrichtet – Kameradschaft und Teamgeist, auf andere hören und sie achten, sich für eine Gruppe engagieren, zusammen etwas Grosses aufbauen und Erfolge miteinander teilen –, selbst vorlebt.

Uns bleibt schliesslich nur zu hoffen, dass es bei so wichtigen Lernprozessen unseren Kindern und Jugendlichen Corona nicht noch einmal in die Quere kommt. Denn nichts macht glücklicher als das Zusammensein, und nichts ist vergleichbar mit dem Glück, das nach einer gelungenen Vorstellung aus den Gesichtern unserer Kinder und Jugendliche strahlt.

Ganz so wie am Freitag.

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