evangelisch-methodistische Kirche Windisch-Brugg
Gutes für die Ehe

Ruedi Stähli
Merken
Drucken
Teilen
Bild: Ruedi Stähli
2 Bilder
Bild: Ruedi Stähli

Bild: Ruedi Stähli

(chm)

Um Paare für das Pflegen ihrer Beziehung zu motivieren, gehen Kirchgemeinden der Region im Rahmen der «MarriageWeek» ungewöhnliche Wege.

Dass eine langjährige Beziehung kein Selbstläufer ist, sondern Aufmerksamkeit und Pflege benötigt, ist vielen Paaren bewusst. Aber wie geht das konkret, der Ehe etwas Gutes tun? Verschiedene Kirchgemeinden auf der ganzen Welt stellen sich jährlich dieser Frage und bieten im Rahmen der internationalen «MarriageWeek» Events an, welche der Stärkung der Beziehung dienen sollen. Auch drei Kirchgemeinden der Region, die Reformierten Kirchen von Birr und Bözberg-Mönthal sowie die Evangelisch-methodistische Kirche Windisch, beteiligen sich jeweils an der Aktion. «Leider ist Tangotanzen, Schlagerlieder singen und Kurzfilme schauen momentan nicht möglich, sodass wir dies auf den Juni verschieben mussten», sagt Christine Straberg, welche sich zusammen mit ihrem Mann Thorsten Bunz das Pfarramt auf dem Bözberg teilt und ein Herz für Paarbeziehungen hat. Nicht alles fällt jedoch Corona zum Opfer. Der gemeinsame Gottesdienst am 21. Februar in Birr zum Thema «Liebe nicht deinen Nächsten» kann stattfinden. Zur ungewöhnlichen gar etwas ketzerisch anmutenden Themenwahl sagt die Birrer Pfarrerin Esther Graf: «Wir sind natürlich nicht gegen die Nächstenliebe – im Gegenteil. Aber in der Ehe kann sie schon mal ziemlich schädlich sein.»

Mehr wollte die Pfarrerin über diese provokative Aussage dann aber noch nicht verraten und verweist augenzwinkernd auf die Möglichkeit, den Gottesdienst bequem von zu Hause aus mitzuverfolgen, da dieser per Livestream übertragen wird.

Ebenfalls zu Hause geniessen können Paare Tapas-Leckerbissen der Methodisten. Diese liefern am 4. März nebst dem Menu und Ambiente auch kurze Paar-Videoimpulse zum Thema «Was hält uns zusammen?!». So sollen Paare nicht nur lecker essen, sondern auch für ihre Beziehung profitieren können. «Der Mehrwert gegenüber einem Besuch im Restaurant – der aktuell sowieso nicht möglich ist – liegt in den ermutigenden Gesprächsanregungen» sagt Pfarrer Ruedi Stähli, der ursprünglich Koch gelernt hat und die Leckerbissen zusammen mit einem Team zubereitet und ausliefert. «Wir machen seit Jahren die Erfahrung, wie gut auch nicht so kommunikative Paare miteinander ins Gespräch kommen, wenn sie dazu einen konkreten Impuls bekommen.» Dass Paare dann im Juni auch wieder singend, tanzend und filmschauend in ihre Beziehung investieren können, das hoffen die Initianten ganz fest.