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Generalversammlung der Schweizerischen Katholischen Bauernvereinigung vom 20. März 2022

Kathrin Meyer
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(chm)

In Schönenwerd SO treffen sich die Mitglieder der schweizerischen katholischen Bauern-Vereinigung zur GV. Die Versammlung beginnt jeweils mit einem Wortgottesdienst, den Diakon, Fritz Renggli, würdig gestaltet. Zu Fuss spazieren wir zum Restaurant-Hotel Storchen, wo die Versammlung stattfindet.

Nach dem vorzüglichen Mittagessen begrüsst uns Franz Schenker, Pastoralraum-Präsident und ehemaliger Bauernverbandspräsident des Kantons Solothurn. Er gibt uns einen Einblick, wie das Bauerndorf sich zum Industriedorf wandelte. Die Familie Bally und die Schuhfabriken haben Schönenwerd während gut 150 Jahren wesentlich geprägt. In der Blütezeit beschäftigte Bally 20'000 Mitarbeiter. Der älteste Sakralbau des Kantons ist die Stiftskirche St. Leodegard und thront stolz über dem Dorf. 1876 übernahmen die Christkatholiken den Stift und die Katholiken erbauten ein neues Gotteshaus. Dem kürzlich verstorbenen Künstler, Paul Gugelmann, errichtete die Gemeinde ein Museum für seine poetischen Maschinen. Schönenwerd kann dem Besucher so einiges bieten: Ballypark mit Pfahlbauerdörfli, Ausstellung Ballyana-Sammlung Industriekultur und Zündhölzli-Museum. Ein Besuch lohnt sich.

Die Präsidentin, Kathrin Meyer, eröffnet die 80. GV. Sie entzündet eine Kerze für die Verstorbenen. Gerne gedenken wir auch denjenigen Personen, die in der Bauern-Vereinigung Geschichte geschrieben haben. Ebenso schliessen wir die in Not geratenen Menschen mit ein. Zügig führt sie durch die Geschäfte. Die Anwesenden genehmigen einstimmig Jahresbericht und Kassenbericht und wählen ebenfalls einstimmig die Präsidentin für die nächsten zwei Jahre. Als Ausblick kündigt Kathrin Meyer eine Herbstwallfahrt an, nämlich ins Flüeli-Ranft. Die beliebten Schwarzenberger Bauernferien sind auch schon in Vorbereitung. Wir pflegen guten Kontakt zu vier bäuerlichen Partnerorganisationen. Es sind dies: SAKLJ (Schweizerische Arbeitsgruppe Katholischer Landjugend), Verein Bäuerlicher Sorgä-Chrattä, SRAKLA(Schweizerische Reformierte Arbeitsgemeinschaft Kirche und Landwirtschaft) und Bäuerliches Sorgentelefon.

Grussworte überbringen Andrea Nussbaumer, Präsidentin der Katholischen Bauernvereinigung des Kanton Solothurn und Andri Kober, Präsident des Bäuerlichen Sorgentelefons. Mit dankenden und zuversichtlichen Worten beschliesst die Präsidentin die Versammlung.

Text: Martina Nussbaumer