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Boniswiler drängen auf eine griffige BNO-Teilrevision für das BLN-Gebiet

Werner J. Hämmerli
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(chm)

Kaum hat die Alliswiler Wohnbevölkerung den Schock über das publizierte Bauvorhaben «Staumauer» überwunden (Bewilligungsverfahren noch nicht abgeschlossen), erfolgt schon die nächste Aufregung!

Am 4. März 2021 entnimmt man dem Bezirksanzeiger Lenzburg, dass das gut eingepasste Einfamilien-Parterrehaus Seeweg 1 abgerissen und von einem Investor durch eine Terrassensiedlung (6 Wohnungen à 31/2 – 41/2 Zimmer, 12 Garagenplätze und 14 Auto-Abstellplätze) ersetzt werden soll.

Unmittelbar angrenzend an das Schutzgebiet des Hallwilerseeschutzdekrets HSD ist das Bauprojekt ein krasses Beispiel schlechter Architektur und keinerlei Einbettung in die sensible Landschaft. Der Baukörper mit seitlichem Anbau, 40 m breit und über 10 m hoch, hat entsprechende Fernwirkung in die Hallwilerseelandschaft und Einwirkung auf die angrenzende Naturschutzzone.

Jetzt hat jeder Boniswiler Einwohner verstanden, dass die aktuelle BNO zu schwach ausgelegt ist, solche unerwünschten Bausünden aufzuhalten. Es hat sich ein Initiativkomitee gebildet, welches motiviert vom überwältigenden Resultat der Petition «Nein zur Alliswiler Staumauer – Ja zum Schutz der Landschaft Hallwilersee» mit 484 Unterschriften, den nächsten Schritt für eine BNO-Teilrevision gehen will.

Mit der Unterschriftensammlung (Zugriff auf Unterschriftenbogen über www.bit.ly/initiativbegehren) will das Initiativkomitee den Gemeinderat unterstützen, sein Commitment vom 26.11.2019 «verhindern, dass das Dorf durch eine ungebremste Verdichtung und Gewinnmaximierung seine Identität verliert» in die Tat umzusetzen und eine BNO-Teilrevision für das BLN-Gebiet anzustrengen.

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