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Bez Brugg: Vollgas in Fiesch!

Flurina Lienhard
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Bild: Flurina Lienhard

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(chm)

Ein Artikel von Livia Grob und Jessica Ellenberger, Klasse B2b der Bezirksschule Brugg

Kurz nach dem Schulstart konnten sich die Zweitbezlerinnen und Zweitbezler der Bezirksschule Brugg trotz Corana bereits auf das erste tolle Ereignis freuen: das Fiescher Klassenlager!

Am Montagmorgen, dem 23. August, war es dann endlich so weit. Rund um den Storchenturm hörte man das Rollen von Koffern auf dem Asphalt. Mütter rannten gehetzt umher und die Jugendlichen schnatterten aufgeregt über das kommende Lager. Als dann alle einen Platz im Car gefunden hatten, konnte die vierstündige Fahrt beginnen. Gewisse tuschelten aufgeregt darüber, was sie wohl für Sportarten erwarten würden, während andere bereits Pläne für die Freizeit schmiedeten.

Nach der knapp vierstündigen Fahrt brachte der Fahrer den Car quietschend zum Stillstehen, öffnete die Türen und eine Horde Bezlerinnen und Bezler stürmte heraus. Lachend und schwatzend schlenderten sie mit ihren Koffern das letzte Stück zum Lagerhaus hinauf. Zurecht, denn die Energie brauchten sie noch für den Nachmittag. Dann war nämlich Sport angesagt. Geplant war ein OL durchs ganze Areal, damit die Schülerinnen und Schüler die noch fremde Gegend besser kennen lernen konnten. Bei jedem Posten durften die Schülerinnen und Schüler etwas Lustiges machen, wie zum Beispiel das Vorsingen und Performen eines Liedes. Nach dem OL wurde Fussball gespielt und dann ging es ab unter die Dusche.

Um neunzehn Uhr gab es dann das verdiente Abendessen. Aita, eine Schülerin aus der Klasse B2l, berichtete mit einem Funkeln in den Augen: «Es war sehr lecker. Anfangs hatte ich etwas Angst, dass das vegetarische Menu mir nicht schmeckte, aber da habe ich mich definitiv getäuscht!»

Nach dem Abendessen stellte sich dann ziemlich schnell die neue Lieblingsbeschäftigung der Zweitbezler und -bezlerinnen heraus. Diese war nicht das Benutzen der Handys, sondern das Tischtennis-Spielen. Um zweiundzwanzig Uhr war dann Handyabgabe und eine halbe Stunde danach Nachtruhe.

Mit lauter Popmusik rissen die Lehrerinnen und Lehrer die Schülerinnen und Schüler am nächsten Morgen um halb acht Uhr aus dem Schlaf. Jetzt hatten sie eine halbe Stunde Zeit, um sich fertig zu machen, denn um acht Uhr gab es Frühstück. Die Klasse B2a hatte heute das Glück, auf die Wanderung zum Aletschgletscher zu gehen. Mit der Aletschbahn fuhren sie zur Fiescheralp. Von dort aus wanderten die Schülerinnen und Schüler dem Aletschgletscher entlang. Es war angenehm kühl und die frische Bergluft zerzauste ihre Haare. Doch wenn die strahlende Sonne hinter den Wolken hervorkroch, war es sommerlich warm. Trotz der vielen Schülerinnen und Schüler war es ziemlich still, denn alle genossen die atemberaubende Aussicht. Doch nicht nur der Aletschgletscher war ein Hingucker, auch die Bergwelt mit ihren Seen und Tieren war phänomenal. «Die Aussicht war sehr schön. Das Tollste fand ich aber, als wir durch einen Tunnel liefen, welcher durch einen Berg führt», meinte Lea Knöpfel aus der Klasse B2a. Die anderen zwei Klassen durften sich in dieser Zeit auf dem Maxitramp austoben und Unihockey spielen. Nach dem Mittagessen spielten sie Badminton und Burnergames. Am Abend gab es dann Wahlprogramm für alle. Man durfte wählen zwischen Minigolf, Jassen, Schach, Frisbee oder einer Wanderung zu einer bekannten Hängebrücke. Nach dem Abendprogramm war es schon Zeit für ins Bett und die Schülerinnen und Schüler verschwanden in ihren Zimmern.

Auch am Mittwoch wurden die Bezlerinnen und Bezler wieder von den Lehrpersonen geweckt. Gleich wie am Vortag assen sie um acht Uhr Frühstück. Dieses Mal ging aber nicht die Klasse B2a zur Wanderung, sondern die Klasse B2b. Die zwei anderen Klassen vergnügten sich mit den Sportarten Partnerakrobatik, Unihockey, Tennis und Volleyball. Am Abend war dann bräteln angesagt. Die Luft roch nach gebratenen Würstchen und die Stimmung war ausgelassen und entspannt. Zur Freude der Jugendlichen gab es leckere Schokobananen zum Nachtisch, ebenfalls vom Grill. Mit gesättigten Bäuchen fingen nun die Jugendlichen mit dem Abendprogramm an. Sie spielten ein Spiel mit dem Namen Speed-Dating. In Zweiergruppen wurden Fragen aus einem Couvert gezogen und die Partnerin oder der Partner musste sie wahrheitsgetreu beantworten. «Witzige Fragen! Ich konnte jetzt endlich Mal mit Schülern sprechen, mit denen ich normalerweise nicht reden würde. So habe ich sehr interessante Dinge über sie herausgefunden», schmunzelte eine Schülerin aus der Klasse B2l, «der Abend war einfach toll!»

Am nächsten Tag hatte nun die Klasse B2l die Wanderung zum Aletschgletscher. Die Klassen B2b und B2a durften hingegen zwischen Beachvolleyball, Klettern und Burnergames auswählen. Ebenfalls spielten sie Handball und gingen wieder aufs Maxitramp. Da dieser der letzte ganze Tag war, hatten die Schülerinnen und Schüler schon um vier Uhr Freizeit. In dieser Zeit konnten sie ihre Koffer packen und die restliche Zeit in Fiesch noch geniessen. Am Abend wurde dann der Abschluss gefeiert. Zuerst wurden ein paar Videos über den Spass-OL gezeigt und danach noch andere witzige Filme über das Fiescher Lager, welche die Jugendliche selber gemacht hatten. Lautes Lachen erfüllte den Raum und überall sah man strahlende Gesichter. Wenn man genau hinschaute, sah man sogar den einen oder anderen rot anlaufen. Doch der Abend war noch nicht zu Ende, jetzt konnten die Schülerinnen und Schüler ihn noch selbst gestalten. Die meisten schnappten sich ihre Schläger und spielten Tischtennis. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abschlussabend!

Am letzten Morgen in Fiesch ging es sehr hektisch und stressig zu und her. Die Zimmer wurden fertig ausgeräumt und die Bettwäsche abgezogen. Nach dem Frühstück ging es noch ein letztes Mal in die Turnhalle. Dort gab es ein Unihockeyturnier. Verschwitzt stressten die Lagerbewohner danach unter die Dusche und dann ging es ein letztes Mal in die Mensa zum Essen. Danach holten alle ihre gepackten Koffer und schleiften sie hinunter zum Car. Einige Faulpelze waren aber auch zu faul, um die Koffer zu ziehen, und hockten stattdessen einfach drauf, was sich später aber als eine blöde Idee erwies. Als dann endlich alle einen guten Platz im Car hatten, konnte die Heimfahrt beginnen. Dieses Mal war jedoch die Stimmung eher etwas bedrückt. Musik dröhnte aus den Lautsprechern und alle schienen, in ihre eigenen Gedanken versunken zu sein. «Ich vermisse schon jetzt die schöne Zeit, die wir miteinander verbringen durften. Aber ich werde sie für immer in Erinnerung behalten!», meinte Alina Richner aus der Klasse B2b.

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