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«Auftritt» im Fokus der Zurzibieter Frauen

Susanne Holthuizen
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Bild: Susanne Holthuizen
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(chm)

Bereits zum achten Mal durften sich die Mitglieder der Zurzibieter Frauen zur jährlichen Generalversammlung treffen, die dieses Jahr in der Aula der Bezirksschule Endingen stattfand. Pandemiebedingt musste etwas improvisiert werden, was jedoch der angeregten Diskussion nichts anhaben konnte. Die Präsidentin Ursi Payne führte souverän durch den Abend, alle Traktanden wurden einstimmig genehmigt. Die wenigen Anlässe, die im letzten Jahr möglich waren, wurden nochmals in einer Bildstrecke zu Gemüte geführt – zweifelsohne die grösste Aktion war die Unterstützung der Kandidatinnen für den Grossrat. Die gewählten Grossrätinnen, Claudia Hauser und Isabelle Schmid, waren an diesem Abend zur grossen Freude aller beide anwesend. Der Ausblick ins verbleibende Jahr ist trotz der speziellen Lage vielversprechend. Nach der Sommerpause geht es los mit den Kommunalwahlen, wo der Verein den Kandidierenden wertvolle Unterstützung bietet. Beim sogenannten Patensystem können sich Frauen, die ein behördliches Amt anstreben, beim Verein melden. Etliche Frauen der über 70 Mitglieder sind selber schon politisch tätig gewesen, verfügen über ein gutes Netzwerk und geben gerne ihr Wissen und ihre Kontakte weiter. Im Frühherbst folgt ein Workshop zum Thema «Auftrittskompetenz». Das zentrale Thema vom Verein ist, Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Wer also auf diesem Parkett trittsicherer werden möchte, dem könnte dieser Kurs weiterhelfen. Überhaupt wurde an der Versammlung angeregt, den Netzwerk-Aspekt stärker zu gewichten und die Frauen untereinander besser bekannt zu machen. Der Vorstand plant in diesem Jubiläumsjahr, 50 Jahre Frauenstimmrecht, eine Publikation mit anregenden Einblicken in Frauenbilder unserer Region. Im Spätherbst steht wieder ein Firmenbesuch an, diesmal bei der Indermühle Gruppe in Rekingen. Der beliebte Chlauslunch wird das Vereinsjahr abrunden. Zwischendurch sind aber noch ein Besuch der Ausstellung «Frauen ins Bundeshaus» im historischen Museum in Bern geplant sowie verschiedene spontane Netzwerk-Treffs. Mehrmals kam an der Versammlung nämlich zum Ausdruck, dass den Frauen im Berufsleben und im gesellschaftlichen Miteinander die weiblichen Vorbilder fehlen. Das Netzwerk «Zurzibieter Frauen» versucht hier eine Lücke zu schliessen und lädt alle interessierten Frauen der Region ein, sich einzubringen – Frau darf gespannt sein! Weitere Infos unter www.zurzibieterfrauen.ch.

Zurzibieter Frauen, Susanne Holthuizen

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