Leserbeitrag
Nuntius und Erzbischof Thomas Gullickson feie Gebetsnachmittag mit Pater Pio Gebetsgruppe

Marcel Siegrist
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Am Donnerstag den 9. Februar 2017 um 14.00 Uhr begann der Gebetsnachmittag der Pater Pio Gebetsgruppe „Don Bosco“ in der Pfarrkirche Christkönig in Turgi. Die Kirche füllte sich mit den Gläubigen aus Nah und Fern. Die Gebetsgruppe freute sich, den Msgr. Erzbischof Thomas Gullickson, Apostolischer Nuntius der Schweiz, bei sich zu haben.

Zu Beginn wurde das Allerheiligste ausgesetzt und der Rosenkranz gebetet. In dieser Zeit konnten die Gläubigen bei drei Priestern das Beichtsackrament erhalten. Bei der Hl. Messe zelebrierten der Nuntius Erzbischof Th. Gullickson, Chorherr R. Strassmann, Pfarrer C. Thazhuppil, Pfarrer H. Pfeifer, Pfarrer F. King. Die Votivmesse wurde vom Tag gelesen, Gn. 2:18-25 und Mk 7:24-30.

Aus der Predigt des Nuntius hörte man: Es ist so wichtig, die Betrachtung des Lebens des heiligen Priesters Pater Pio. Ja, sein Leben ist der Schlüssel zum richtigen Verständnis von Sinn und Wirken, Zeugnis zu geben. Pater Pio hat sich aus Liebe zu Gott und Gehorsam zu seinen Oberen gegenüber unterworfen, begraben im Geheimnis des Kreuzes Christi, dessen Leidensmerkmale er auf seinem eigenen Körper getragen hat.

Gründerin berichtet

Nach der Hl. Messe wurden die Gäste eingeladen in den Pfarreisaal zum Gespräch mit dem Nuntius Erzbischof Gullickson. Der Chorherr Strassmann, geistlicher Leiter der Pater Pio Gebetsgruppe, eröffnete das Gespräch und begrüsste Elisabeth Pfister (87 Jahre) , die die Gebetsgruppe vor 33 Jahren hier in Turgi ins Leben gerufen hatte. Elisabeth Pfister erzählte wie sie 1983 anlässlich einer privaten Wallfahrt mit sechs Gleichgesinnten nach Mailand pilgerte. Nach einem Besuch im Oratorium von Mamma Carmela mit anschliessender Hl. Messe mit Don Renzo del Fonte erhält sie von ihm ein Schriftstück auf italienisch in die Hand gedrückt. Er sprach zu ihr und segnete sie. Doch sie verstand nur so viel: La madonna vuole...... Daheim wollte sie wissen, was da geschrieben stand. Es waren die Statuten über Pater Pio Gebetsgruppen.

Nun musste Sie einen Priester und eine Kirche suchen. So wurde der Gebetsnachmittag mit Priester und 35 Gläubigen in der Christkönig Kirche in Turgi vor 33 Jahren das erste Mal gefeiert. Nach 28 Jahren gab Pfister das Amt als Laienleiterin an Marianne Baldinger-Lang weiter. In all den Jahren wurde jeden Monat der Gebetsnachmittag mit Hl. Messe gefeiert, ohne Unterbruch.

Fragen an den Nuntius

Jetzt wurden die Fragen an den Nuntius Erzbischof Th. Gullickson gerichtet. Ein grosses Anliegen der Gläubigen waren die Pastoralräume, die keinen oder nur einen Priester haben, wo es in den Kirchgemeinden nur Wortgottesdienste gibt, weil zu wenig Priester vorhanden sind. Und dass es in den Kirchgemeinden arbeitslose Piester gebe, die nicht an Weihnachten oder Ostern zur Hl. Messe eingeladen werden, da die Pastoralassistenten dafür bezahlt seien und darum nicht die arbeitslosen Priester dazu einladen. Der Nunzius gab zu verstehen, dass man in Rom und auch in den Bistümern davon Kenntnis habe.

Eine weitere Frage: Wenn am Sonntag ein Wortgottesdienst in der Kirchgemeinde stattfindet und man keine Fahrgelegenheit hat oder sonst verhindert ist in eine Hl. Messe zu gehen, darf man auch zu Hause am Fernsehen oder am Radio eine Hl. Messe mitfeiern? Die Antwort: Ja, man darf dies und kann eine geistige Kommunion machen.

Auch die junge Leute fehlen in der Kirche. In den Familien beginnt die Kirche. Dass heisst, die Eltern und Grosseltern können mit den Kindern beten und das Kreuzzeichen machen. Der Priester möge den jungen Leuten die Kirche in farbiger Lehre näher bringen.

Zum Schluss gebührt ein herzliches Dankeschön dem Kirchenpflegepräsidenten Daniel Ric, der es möglich machte, dass diese Gesprächsrunde im Pfarrsaal der Christkönig Kirche in Turgi stattgefunden hat. Ein Dank geht an die Kirchenpflege für den gesponserten Kaffee und Kuchen.

Laienleiterin der Pater Pio Gebetsgruppe „Don Bosco“
Marianne Baldinger-Lang

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