Leserbeitrag
Niedergösger - Seniorennachmittag

Marcel Siegrist
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Der eine besondere Attraktion versprechende dritte und letzte Seniorennachmittag im Winterhalbjahr 2015/2016 lockte bei wunderbarem Vorfrühlingswetter, eine grosse Anzahl Gäste ins ref. Kirchgemeindehaus Niedergösgen. Pünktlich betrat das angekündigte Nostalgiechörli Brittnau, begleitet vom Handorgel-Solist Urs Studer, die Bühne. Das Frauenchörli in kecken Hutkreationen, Accessoires und eleganten Kleidern aus den goldenen Zwanziger Jahren sangen sich bereits mit dem ersten Oldie „All’s was brucht uf der Welt, das isch Liebe“ in die Herzen der Anwesenden. Flott gings weiter mit einem Potpourri aus den 30/40er Jahre mit „mein kleiner grüner Kaktus“, „ich wollt ich wär ein Huhn“ und „Wochenend und Sonnenschein“ sowie den Klassiker „Der schwarze Zigeuner “ und „bring mir Glück Schornsteinfeger“. Die wohlklingenden bekannten Hits, erfrischend vorgetragen, wurden mit warmem Applaus und Bravorufen belohnt. Mit gekonnten Hüftschwung untermalten die Sängerinnen den Refrain „dibidäbi lüpf dis Bei...“ des vom Arthur Breu in den 50iger Jahren komponierten Lied „Hüttenzauber“ und verbreiteten Spass und Erheiterung bei den Eingeladenen. Um den Stimmbändern der Sängerinnen etwas Erholung zu gönnen, spielte das Akkordeon und Schwyzerörgeli Duo einen lüpfigen Schottisch der Eggiswiler Ländlerfründe und den Walzer „rechtig gmüetlech“ von Martin Guet. Schlag auf Schlag ging es weiter mit einem Potpourri der 20/30iger Jahre. Die Klassier: „Was machst du mit dem Knie beim Tanz – lieber Hans“, „Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt“, „ich hab das Fräulein Helen baden sehn“ und Veronika der Lenz ist da“ weckten nostalgische Gefühle. Die Vorträge gespickt mit witzigen Einlagen, sorgten für heitere Gemüter und fröhliches Lachen. Mit wippenden Füssen, wiegenden Bewegungen und mitsummend liessen sich die Gäste von der wohltuenden Atmosphäre mittragen. Die gekonnte auf das Parkett gelegte Charlsteneinlage erntete frenetischen Scenenapplaus. Nicht fehlen durfte auf der musikalischen Weiterreise in die Vergangenheit das legendäre „s“Träumli“ der „ Bossbuebe“, das Tango-Potpurri mit „O donna Clara, „Armer Gigolo“ und „in einer kleiner Konditorei“ sowie die unvergesslichen Melodien von Hans Albers und Fredi Queen und Lale Andersen. Ausdrucksstark übermittelte der Chor mit den Weisen „deine Heimat ist das Meer“, Junge komm bald wieder“ und „ ein Schiff wird kommen“ die Sehnsucht und Wehmut der Matrosen. Schunkelnd begleiteten die Senioren die Klänge des „Schneewalzers“ und die spontane Tanzeinlage wurde mit Applaus unterstützt. Ruhig und ernster wurde es beim Soldatenlied, „vor der Laterne vor dem grossen Tor“ von Lili Marlene, welches im 2. Weltkrieg täglich übers Radio verbreitet wurde. Nach dem Schlusslied „am Himmel stoht es Stärnli z ‚ Nacht“, verlangten die begeisterten Gäste mit tosendem Applaus eine Zugabe. Mit „So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag der sollte nie zu Ende gehen‘“ klang der erste Teil aus. In der Pause orientierte die Präsidentin der Stundenhilfe (Haushalthilfe) Niedergösgen, dass die seit 12 Jahren mit viel Herzblut amtende Vermittlerin, Pia Meier-Rippstein, ihre Demission eingereicht hat. Frau Meier verabschiedete sich mit herzlichen Worten von den Anwesenden und stellte ihre Nachfolgerin Frau Gaby Kuhn vor. Anschliessend genossen die Gäste bei angeregtem Geplauder und gemütlichem Beisammensein das feine Zvieri und liessen sich das reichhaltige Kuchenbuffett schmecken. „So – ein Tag,... sollte nie zu Ende gehen, war die Meinung der Gäste – vorallem da der nächste Seniorennachmittag erst wieder am 14. Dezember 2016 stattfindet.

Autor: H.h.

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