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Neuer Weiher «Schwarzmättli» im Sulzer «Ewig»

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Im «Schwarzmättli», einem idyllisch gelegenen Platz am Sulzer Krebsenbach im Gebiet «Ewig» oberhalb von Bütz, ist auf Initiative des Natur- und Vogelschutzvereins Sulz (NSV) ein rund hundert Quadratmeter grosser Weiher gebaut worden. Finanziert wurde das Projekt vom Kanton und der Gemeinde. Die Bauabnahme zeigte jetzt, dass das Werk vollauf gelungen ist.

Anstoss zum Weiherbau gab ein defekter Bachdurchlass. In diesem Zusammenhang tauchte die Frage nach einer möglichen ökologischen Aufwertung der dem Kanton gehörenden Parzelle «Schwarzmättli» auf. Der NSV brachte die Idee eines Weiherbaus ins Spiel und stiess bei den Verantwortlichen des Kantons und der Gemeinde Laufenburg auf offene Ohren. Auch Hanspeter Rüede, der Besitzer der angrenzenden Waldparzelle, bot Hand für eine gute Lösung, musste doch auf seinem Grundstück der Bachlauf korrigiert werden.

Gut investiertes Geld
Auf Einladung von Raphael Leder, Gewässerbeauftragter des Kantons, fand nun die Abnahme des Bauwerks statt. Leder dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Es sei erfreulich, wie hier die öffentliche Hand und die Privaten zusammengearbeitet hätten. Mit einem Aufwand von rund 30‘000 Franken habe man die Budgetvorgaben eingehalten. Er sei der festen Überzeugung, dass das Geld hier gut eingesetzt und investiert sei, schloss Leder seine Ausführungen.

Schon bald würden Frösche und Bergmolche den Teich in Besitz nehmen, äusserte sich Meinrad Bärtschi von der Abteilung Natur und Landschaft beim Kanton. Er gab einen für Laien noch interessanten Hinweis: Der Zufluss zu solchen Weihern dürfte nur minim sein. Insbesondere müssten Temperaturschwankungen und das Entstehen von Strömungen vermieden werden. Fritz Ledermann vom NVS, von dem die Idee zum Weiherbau stammte, wies auf die Vernetzung der bereits bestehenden Weiher im «Ewig» mit dem neuen Weiher sowie dem vor einigen Jahren geöffneten oberen Teil des Krebsenbächlis hin.

Krebse für das Krebsenbächli
Geplant waren Bachsanierung und Weiherbau von Förster Sebastian Meier. Dieser zeichnete denn auch mit dem Forstbetrieb Laufenburg verantwortlich für sämtliche Arbeiten. Insbesondere der Aushub, das Modellieren und Abdichten der Teichwände hätten einiges Geschick verlangt. Gemeinderat Bernhard Weiss meinte: „Ich bin froh, dass wir uns hier auf diese Lösung einigen konnten. Es gibt keine Verlierer, alle können sich freuen!“ Dem stimmte Waldbesitzer Hanspeter Rüede ebenso zu, wie Toni Schraner, Pächter des Grundstücks und zukünftiger Bewirtschafter der Teichumgebung.

Der NVS Sulz hatte nebst der Idee auch mit Eigenleistung seinen Beitrag erbracht. Zudem hat der Verein die Pflege des Weihers übernommen. Präsident Theo Obrist zeigte sich denn auch glücklich über den gelungenen Abschluss. Man werde sich jetzt auch darum bemühen, im Krebsenbach in absehbarer Zeit wieder diejenigen Tiere anzusiedeln, die ihm auch den Namen gegeben haben.

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