Leserbeitrag
Naturwanderung von Eglisau nach Flaach

Bruno Schmid
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Blick zurück nach Rüdlingen

Blick zurück nach Rüdlingen

Bei nicht eindeutiger Wetterprognose traf sich schon recht früh am Morgen am Bahnhof Eglisau eine stattliche Zahl neugieriger Mitglieder der Vereinigung für Heimatkunde des Bezirks Baden. Der leicht einsetzende Regen nach dem Morgenkaffee hielt die Gruppe nicht vom Start der Exkursion ab mit einem kurzen Besuch des Städtchens. Albert Wickart zeigte in kurzen Zügen die strategische Bedeutung von Eglisau in früheren Zeiten auf, bevor die wetterfeste Gruppe den Weg nach Rüdlingen und dem Endziel Flaach unter die Füsse nahm.

Viel gab es auf dieser Wanderung - mal direkt am Rheinufer, dann den Rebhängen entlang - zu sehen und zu hören, wenn man sich denn darauf einlassen wollte, Dinge zu sehen, die man normalerweise auch sieht, aber nicht hinterfragt und nicht so fachkundig erklärt bekommt. Vor allem die Sicht aufs ganze Ökosystem, wo alles seinen Platz und seine Bedeutung hat und seinen Zweck erfüllt. Unter den mannigfaltigen Erläuterungen hat unser Wanderleiter darum dieses Mal den vielen Arten von Flechten etwas mehr Raum eingeräumt.

Natürlich hat sich die Sonne auch noch gezeigt, bevor wir uns beim hervorragenden Mittagessen in der Gaststube „Sternen“ etwas ausruhen konnten.

Der weitere Weg wieder entlang dem Rhein zeigt beeindruckend, wie die Flachwasserzonen und Feuchtwiesen mit Amphibienteichen und Laichgewässern Gestalt angenommen haben, welche die Axpo im Gegenzug für die Erneuerung der Konzession für das Kraftwerk Eglisau-Glattfelden am gestauten Fluss schaffen musste.

Dass dann das Postauto mit über 10 Minuten Verspätung eintraf und alle weiteren Verbindungen nicht mehr erreicht wurden, forderte die Reiseleitung noch kurz heraus. Niemand blieb auf der Strecke, denn für alle ergab sich auf Umwegen eine gute Rückfahrt in den Aargau.

Die Berichterstatterin: Vrena Moritzi Schmid