Leserbeitrag
Naturfreunde Oberfreiamt im Hölloch

Marcel Siegrist
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Bilder zum Leserbeitrag

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Ein besonderer Anlass fand für die Naturfreunde Oberfreiamt über das Wochenende statt. Zuerst liess man sich von einem Geologen das Karstgebiet im Bödmerenwald, zuhinterst im Muotatal erklären. Danach ging es einige hundert Meter hinein ins Hölloch, bis das steigende Wasser eine Fortsetzung der Wanderung verhinderte. Es ist mit bislang über 200 km bekannter Länge das zweitlängste Höhlensystem in Europa und das achtlängste der Welt, mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und einer gleich bleibender Temperatur von 6 Grad.

Der Name hat nichts mit der Hölle zu tun, obwohl es zu dieser Namensgebung eine Sage gibt. In Schweizer Mundart bedeutet "Hähl" rutschig; und als Besucher wird man vom Höhlenführer unterrichtet, dass es sich um "e hähls Loch" handelt. Tatsächlich können ganz heftige und schreckliche Geräusche entstehen, wenn durch Druckunterschiede die Siphons leer gesogen werden. So wurde in der Vorzeit an die Existenz eines grimmigen Höhlendrachens geglaubt.

Die Naturfreunde werden im kommenden Januar oder Februar einen ganzen Tag im Hölloch verbringen. Wer dabei sein möchte melde sich schon jetzt unter howis@active.ch an.

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