Leserbeitrag
Musical an der Brugger Schule

Marcel Siegrist
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Die Schülerschaft der Primarschule Stapfer konnte in der letzten Woche einen besonderen Höhepunkt erleben: Nach intensiven Probearbeiten fanden die Aufführungen des Musicals ‹De chly Clown› unter der Gesamtleitung von Evi Barmet (Musik), Denise Wildi und Daniel Notter (Regie )statt.

Bei diesem speziellen Projekt, an dem 210 Kinder vom Kindergarten bis zur 5. Klasse beteiligt waren, wirkten auch der Orchesterverein Brugg und zugezogene Bläser, ein Pianist und ein Schlagzeuger mit.
Bereits vor knapp 2 Jahren wurde mit dem Aussuchen eines geeigneten Stücks begonnen. Bis zur Realisation des gesamten Musiktheaters waren viele Schritte und Vorbereitungen nötig. Es war auch beschlossen worden , die Zirkuslieder des Musicals mit einer Rahmengeschichte zu bereichern. Eine Textgruppe erarbeitete dazu das Drehbuch .
In altersdurchmischten Guppen konnten die Kinder in einer Projektwoche die Fertigkeiten für ‹ihre› Zirkusnummer erlernen. Der Chor als tragende Säule des Programms lernte die vielen Lieder auswendig, Solos wurden erarbeitet, an Aussprache und Ausdruck gefeilt. In den weiteren Workshops wurden zu den Liedern Zirkusnummern geübt. Im Workshop der Sprechrollen wurde der Text einstudiert, in dem der alternde Clown Papa Augustin sich Sorgen machte, wer wohl einmal seine Nachfolge übernehme. Er animierte seinen Sohn dazu, sich doch einmal alle Nummern anzuschauen und auszuprobieren.
Der kleine Clown Tino versuchte nun, in tolpatschigem Charme, bei den Akrobaten, den Zauberern, dem Raubtierdompteur mitzumachen... was natürlich kaum gelingen konnte. Nach dem gemeinsamen Auftritt mit dem Clown-Vater am Schluss des Abends erkannte der kleine Clown seine Liebe zum Beruf seines Vaters und entschloss sich, in dessen Fussstapfen zu treten. Er erhielt von seinem Vater die ‹Rote Nase›.
Vor den Vorstellungen konnte man jeweils im Freudenstein eine halbe Stunde Gaukler-Athmosphäre als wahren Märchenzirkus erleben, in dem die Kinder ihr Können bereits vorführen konnten, sei es als Einradfahrer, Jongleure, Zauberer, Feuerspucker und vieles mehr, begleitet von Schwizerörgelispiel, Bauchladenverkäufern, Schminkatelier. Ein Vorgeschmack auf all das Erarbeitete konnte bereits hier ein wenig erahnt werden. Als Ergebnis des vielen Uebens verzauberten die Kindergärtner das Publikum mit ihrem Charme als kleine Tanzmäuse und Pferdchen, während die grösseren Schüler mit ihren Nummern als Fakir, Messerwerfer, Akrobaten, wilde Tiere, Seiltänzerinnen u.a.m. immer wieder neu für Freude und Staunen sorgten. Es war ein Feuerwerk voller Kreativität, Schönheit, Schwung und Präzision, das sehr zu Herzen ging. Wieviel Einsatz aller Kinder und Lehrpersonen dazu nötig war, kann man nur erahnen. Entstanden ist eine wundervolle Einheit von Chor, Orchester, Zirkusartisten und Schauspielern, unterstützt von vielen Helferinnen und Helfern. Die Dekogruppe verwandelte die Freudensteinturnhalle in einen bunten Zirkus, die Technikergruppe sorgte für Licht und Ton, Eltern stellten ihre Fähigkeiten als Kostüm-Näherin, Choreographin, Kameramann, Theaterassistenz und vieles mehr zur Verfügung. Und immer wieder war der Hauswart Edi Zanin für alle Anliegen mit seinem Einsatz da.
Die Schulleiterin Barbara Iten verdankte am Schluss der Vorstellungen den grossen Einsatz und die Kreativität aller Beteiligten.
Die intensive Zirkuszeit wird für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis bleiben. (bar)

Die Schülerschaft der Primarschule Stapfer konnte in der letzten Woche einen besonderen

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