Leserbeitrag
MTV Boswil - Mit Dampf unterwegs

Richard Gähwiler
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Bilder zum Leserbeitrag

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Es waren 1340kg Männerturner, welche - trotz der gewohnt spärlichen Informationen des Reiseleiters Andi Keusch - zur diesjährigen Vereinsreise antraten. Dass ein reichhaltiges Frühstücks-Buffet gleich zu Beginn der Reise zum Programm gehört – hatte man aus früheren Jahren in Erinnerung. Dieses Mal stärkte man sich nach kurzer Fahrt in der „Waldschenke“ im Südschwarzwald. Nach den obligaten Fragerunden mit „Swisslos“, auch das obige Startgewicht gehörte dazu, wurde man zum Ausgangspunkt unserer Wanderung chauffiert: „Schattenmühle“ in der Wutachschlucht. Durch eine urwüchsige Schluchtlandschaft wanderte man entlang der Wutach, mal hoch über dem Flüsschen, dann wieder auf gleicher Höhe des Wassers. Trotz eitel Sonnenschein waren die Auswirkungen des nassen Wetters vergangener Tage noch spürbar: Die steilen Pfade waren glitschig und der Wanderweg teilweise morastig, dass zum Teil in das angrenzende Gebüsch ausgewichen werden musste. Trittsicheres, imprägniertes Schuhwerk war von Vorteil. Unser Wanderziel, die Wutachmühle, ereichte man nach rund drei Stunden. Ab Blumberg-Zollhaus dampfte man dann mit dem „Sauschwänzle“-Nostalgie-Dampfzug in der gemütlichen „Holzklasse“ nach Weizen. Im Gasthaus-Pension „Zum Kreuz“ war die Unterkunft reserviert. Ebenso ein gediegenes Nachtessen zusammen mit einem trockenen, roten Badener. Dies und der nachmittägliche Marsch, zusammen mit dem ganzen Rahmenprogramm zeigte Wirkung, war doch die ganze Truppe um Mitternacht schon in den Federn. Der zweite Tag konnte gemächlich angegangen werden. In lockerem Wandern durchquerte man den Naturlehrpfad bei Grafenhausen. Neben verschiedenen Gnomen und anderen skurrilen Gestalten, in Lebensgrösse geschnitzt aus Holz, waren es vor allem die Tafeln mit Erläuterungen zur heimischen Tierwelt, Pflanzenarten und Pilzkennung sowie Insektenhotel welche unser allgemeines Interesse fanden. Treffpunkt war schliesslich der Brauerei Gasthof Rothaus, wo man beim 11Uhr-Apéro das weitere Vorgehen besprach. Wegen des beginnenden Nieselregens verzichtete man auf eine Bootsfahrt auf dem naheliegenden Schluchsee. So konnte die bekannte Quizrunde um einige Fragen und entsprechende, kleine Gewinner erweitert werden. Im Regen fuhr man dann zurück, über Rheinheim, Zurzach, mit einem Abstecher über den Achenberg, und einem weiteren Stopp in Tegerfelden. Übrigens – es waren 17 Männerturner auf der Waage, ohne Rucksack aber in soliden Wanderschuhen – Rechne!

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