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Mongolei – neues Dubai des Ostens?

Marcel Siegrist
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Das Thema Land und Leute in der Mongolei und Anrainerstaaten besser kennen zu lernen war das Ziel der zwei Vortragsabende in Reinach AG. Die Abende wurden von den zwei Referaten ausgestaltet.
Die Referentin, Frau Dr. Amelie Schenk, eine weltweit bekannte Schamanenspezialistin, Ethnologin und Schriftstellerin, sprach zum Thema „Alte Mongolei & Nomadentum“. Frau Dr. Schenk wurde weltweit erstmals als einer Außenstehenden erlaubt, bei Totenritualen der Schamanen dabei zu sein, und die bisher nur mündlich überlieferten Mythen, Legenden, Gebete und Heil-Rezepte niederzuschreiben.
Frau Dr. Schenk berichtet dazu folgendes: „Ich lebe unter Nomaden in der Mongolei, und wenn ich da bestehen will, muss ich hinhören, hinschauen, hinriechen und mich bedingungslos hineinbegeben – ins Leben und bis in die Wurzeln identifizieren.“ Weiter
erklärt Fr. Dr. Schenk: „Die Gesellschaft in der Mongolei verändert sich. Weg von der Jurte und dem Nomadentum, hin zum Leben in (Vor-)Stadtsiedlungen. Dies Menschen vollziehen einen irren kulturellen Sprung vom Mittelalter ins Industriezeitalter in einer
Generation.“
Zum Thema Wirtschaftsentwicklung in der Mongolei berichtete Reinhold Lückhardt, Präsident des Verwaltungsrates der Anunnaki Minerals Management AG. Herr Lückhardt ist seit über drei Jahren mit seinem Unternehmen geschäftlich im Bereich Exploration
und Bergbau in Asien aktiv. Herr Lückhardt führt dazu aus: „Die Mongolei ist ein wirtschaftlich und politisch gefestigter Staat in Ostasien. Seit 20 Jahren ist die Demokratie dort klar und festverankert. Die Währung, der Mongolische Tugrik (MNT) gehörtmittlerweile zu den stabilsten Währungen der Welt. Wenn diese gute Regierungsarbeit und Wirtschaftsentwicklung fortschreitet, dann kann die Mongolei das Neue Dubai des Ostens werden!“
Weitere Information zu Frau Dr. Amélie Schenk
Sie ist promovierte Ethnologin. Sie beschäftigt sich insbesondere mit dem Schamanentum verschiedener Naturvölker, lebte bei Indianern Nordamerikas, in Indien und im tibetischen Himalaja. Heute lebt sie vorwiegend in der Mongolei, wo sie neben ihrer Forschungsarbeit Entwicklungsprojekte betreut und das Leben der Hirtennomaden teilt. Sie ist Präsidentin des Vereins „Freude des Altai e.V.“
Sie hat mit Freunden den Verein „Freunde des Altai e.V.“ ins Leben gerufen, um a) bei extremen Kältewintern den Hirtennomaden zu helfen und b) kulturelle Auswirkungen durch den abrupten politischen Wechsel in der Mongolei von der Planwirtschaft zur freien Marktwirtschaft etwas mehr Bedeutung und Raum zu geben. Hilfe und Beistand dem leidenden Nomadenvolk, Schutz und Pflege der kulturellen und biologischen Vielfalt im Lebensraum Mongolischer Altai sind daher Ziele des Vereins.
Die Veranstaltung wurde von der Firma Anunnaki Minerals Management AG in
Zusammenarbeit mit der Stiftung Lebenshilfe veranstaltet.

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