Leserbeitrag
Monatswanderung

Finsterwald Urs
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Wandergruppe Villigen

Wanderung vom 28. Januar 2016

Villigen-PSI –Villigen

Zur ersten Wanderung konnte Werner Lehmann, dank den verschiedenen Heimweh Villigern, die stattliche Anzahl von 38 Wandersleuten begrüssen.

Über’s Niederhard führte der Weg nach Stilli, wo die hiesigen Wandersleute dazukamen. Weiter führte der Weg über die Brücke ans rechte Ufer der Aare zum beliebten Wanderweg.

Beim ehemaligen Fährhaus erfuhren die Teilnehmenden einiges über den Fährbetrieb und den späteren Brückenbau.

Die Fährverbindung war Bestandteil der Fernverbindung von Bern über Bad Zurzach nach Schaffhausen. Sie war auch Teil der Römerstrasse zum Neckar. Die Fähre und die Flösserei gehörten schon früh zu Stilli, sie gaben den Einwohnern einen gewissen Wohlstand. Zur Überfahrt gehörten eine kleinere Fähre für den Personentransport und eine grössere für die Fuhrwerke. Der Fährbetrieb war mit Pflichten verbunden und musste von morgens früh bis abends spät betrieben werden.

Nachdem der Bahnbau im Aargau gute Fortschritte machte, musste der Brückenbau warten.

Die Diskussionen für einen Übergang bei Lauffohr oder Stilli wurden zum Teil sehr hart geführt. Die Stiller kämpften mit allen Mitteln für ihre Brücke.

Da der Standort umstritten war, wartete die Regierung längere Zeit bis zur Realisierung

Zu Beginn des 20-igsten Jahrhunderts wurde der Ruf nach einer Brücke immer stärker.

Eine Mehrheit der Villiger Stimmbürger stimmten 1893 noch für eine Brücke bei Lauffohr, obwohl der Weg zur Bahnstation Siggenthal wesentlich kürzer gewesen wäre, als derjenige nach Turgi.

Ab 1897 war der Gemeinderat Villigen für eine Brücke bei Stilli, was dann von der Gemeindeversammlung im Mai 1900 auch bestätigt wurde. Die erste Aarebrücke wurde 1903 fertig gestellt. Die direkte Strasse von Villigen nach Stilli wurde aber erst 1912 gebaut.

Im Jahre 1969 wurde die Brücke mit einer technischen Meisterleistung ersetzt. Damit die Brücke nicht geschlossen werden musste, wurde über der bestehenden Brücke eine Ersatzbrücke aufgebaut. Darunter wurde die neue Brücke erstellt.

Nach diesen Informationen wurde die Wanderung Aare abwärts fortgesetzt.

In der Cafeteria des PSI war Tee Pause, wo angeregte Diskussionen geführt werden konnten. Heimwärts wanderte die Gruppe auf Naturstrassen dem Krebsbach und dem Chästel entlang.

Die Wanderung im Februar startet in Kleindöttingen und führt nach Endingen.

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