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Möhlin verpendelt Punkte

Marcel Siegrist
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Die NLB-Handballer des TV Möhlin bleiben hinter den Erwartungen zurück und verlieren auswärts gegen den viertletzten BSV Stans mit 34:23 (16:9). Mit zu wenig zwingenden Aktionen konnten die früh in Rückstand geratenen Fricktaler der Partie nie den eigenen Stempel aufdrücken.

Über eine starke Verteidigung erhoffte man sich zu Beginn die Ballgewinne, die zum entscheidenden Vorteil für die Fricktaler auf dem Skorebord führen sollten. In den Startminuten schien dieser Plan für die Möhliner ganz gut aufzugehen. Mehrmals konnte man sich das Spielgerät erobern ohne aber in Führung zu gehen, da man auch bereits in der vierten Minute eine frühe Zweiminutenstrafe gegen Abwehrchef Maurice Meier verkraften musste. In der Folge blieb die Verteidigungsleistung abgesehen von zwei bis drei Unkonzentriertheiten zwar ansprechend, vorne versäumte man es aber immer wieder, daraus Kapital zu schlagen. So machten es sich die die Fricktaler selber unnötig schwer und gerieten bereits zur 13. Minute mit 8:4 ins Hintertreffen. Die Stanser hingegen zeigten einen starken Zusammenhalt und schöpften ihr Potenzial auch wegen der teilweise inkonsequenten Möhliner Verteidigung in der Folge immer besser aus. Dank weiteren Möhliner Fehlern konnten die Gastgeber so mit einem komfortablen Vorsprung von sieben Toren und dem 16:9 in die Pause gehen.

Zum Start in die zweite Halbzeit zeigte sich der TV Möhlin zwar kämpferisch, dennoch sprang wieder zu wenig für die Fricktaler heraus, so dass Stans seinen Vorsprung trotz des Möhliner Efforts acht Minuten nach Wiederanpfiff auf neun Tore zum 20:11 ausbauen konnte. Trotz des grossen Vorsprungs entwickelte sich nun eine spannende Partie vor den bescheidenen, aber sehr lautstarken 120 Zuschauern der beiden Fangruppierungen. Die tabellarisch um vier Ränge stärker platzierten Möhliner setzten nun nämlich zur perfekten Aufholjagd an. Dazu mussten die Fricktaler beim Stand von 22:15 in den verbleibenden 15 Minuten praktisch jeden Stanser Angriff entschärften und vorne selbst erfolgreich treffen. Dies gelang zuerst ganz gut, so dass die Innerschweizer vorne über ganze sechs Minuten nur gerade zu einem Treffer kamen und die Fricktaler wieder bis auf sechs Tore zum 23:17 aufschliessen konnten. Danach sank jedoch die Möhliner Ballgewinnquote wieder merklich und man verpasste es vorne immer öfter, die nun dringend benötigten Tore zu erzielen. Die Stanser hingegen kamen immer wieder zu einfachen und schnellen Treffern gegen die nun abblätternde Fricktaler Defensive. Auch wusste der TV Möhlin nur ungenügend Druck auf den Innerschweizer Abwehrverbund aufbauen und das Spielgerät geschickt zirkulieren zu lassen. So eskalierte der Stanser Vorsprung zunehmend auf die mittlerweile vorentscheidenden neun Tore zum 28:19 in der 53 Minute. Danach waren die Fricktaler insbesondere im Angriff total von der Rolle, während sich die siegeshungrigen Stanser vor heimischem Publikum zum 34:23-Sieg powerten.

Während die Fricktaler gegen Stans noch als Favorit gehandelt wurden, so dreht sich dieses Verhältnis am nächsten Samstag im Möhliner Steinli um. Zu Gast ist nämlich niemand geringeres als der letztjährige NLB-Meister Yellow Winterthur. Ob sich die Fricktaler mit der Rolle des Aussenseiters gegen das drittplatzierte Spitzenteam besser zurecht und wieder zu alter Stärke zurückfinden, kann ab 19:00 Uhr live mitverfolgt werden.

BSV Stans – TV Möhlin 34:23 (16:9)

Stans, Eichli.-120 Zuschauer.-SR:Baumann/Cristallo.

Torfolge: 1:1 (3‘), 8:4 (13‘), 12:6 (21‘), 12:8 (23‘), 16:9 (30‘); 16:11 (34‘); 20:11 (38‘), 23:17 (48‘), 25:17 (49‘), 28:19 (53‘), 31:21 (56), 34:23 (60‘).

Strafen: 4 Mal 2-Minuten gegen Stans, 3 Mal 2-Minuten gegen Möhlin.

Stans: Arnosti/Graf; Amrein; Christen, Heinzer, Imfeld (4), Korac (6), Lima, Lussi (3), Müller (7), Niederberger (5), Scheuteri (5), Sidler, Thaler (1), Wicki, Zutter (3).

Möhlin: Vogel/Wenger; Brugger (8), Golubovic, Hock (8/2), Jäger, Lenzin (2), Meier (1), Soder (1), Stadelmann (1), Stalder, P. Kern, T. Kern, Zeqaj (2).

Bemerkungen: Möhlin ohne Milovanovic (Sperre), Wenger kommt angeschlagen nicht zum Einsatz.

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