Leserbeitrag
Mit Wanderwege beider Basel «Zum Km 0»

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen

In seinem Jahresprogramm des Vereins befand sich eine geschichtliche Wanderung zum Thema erster Weltkrieg. Ein halbes Hundert erwartungsfrohe, auch jüngere, Wandernde bestiegen am Mittwoch-Morgen, 5. August den Bus beim Bad. Bahnhof zur Fahrt ins Elsass. Auf der Hinreise nach Pfetterhausen, Pfetterhouse gab es vom federführenden Wanderleiter Chutz Leuenberger einen geschichtlichen Ablauf über die Geschichte die zum ersten Weltkrieg führte. Es war noch nie so ruhig in einem Reisecar.

Nach der Ankunft in Pfetterhouse genehmigten wir zuerst Caé und Gipfeli um dann zum Ausgangspunkt des Rundgangs zu gelangen. Wanderleiter Hans Scheurer führte nun die grosse Schar entlang der damaligen deutschen Verteidigungslinie zu den noch vorhanden Resten der Betonbunker. Diese wurden und werden durch freiwillige geschichtsbewusste Freiwillige (Verein der Freunde Km 0) freigeschaufelt und zugänglich gemacht. Mit grossem Interesse wurden die Gräben und Löcher erkundet und die Erläuterungen zu den vermuteten Strategien angehört. Mit kleiner Verspätung auf die Marschtabelle wurde Prés du Largin erreicht, hier hatte eine schweiz. Sappeurkompanie den Steg über die Large und den einstigen Beobachtungsposten auf Schweizerseite nach vorhanden Plänen zur Einweihung 2014 wieder aufgebaut. Die Wanderung verläuft nun auch CH-Gebiet bis kurz bevor man auf das Trasse der ehem. Bahnlinie Bonfol Pfetterhous gelangt diese Seite war damals schon franz. Hoheitsgebiet. Die unterwegs vorhandenen Info-Tafeln geben reichlich Auskunft zur Strategie der franz. Armee. Beim Rast- /Parkplatz bevor es rechtwinklig über die einstige Bahnüberführung geht hat uns eine Gruppe vom Club Vosgien mit einem Apéro, Edelzwicker, Speckgugelhopf überrascht. Danke für die überaus freundliche Geste unser Wanderfreunde. Dazu hat der Initiator, Jean-Louis Schirro einen ausgewiesenen Kenner der Geschichte und speziell des Elsass mobilisiert. Es war ein Genuss den Worten vorgetragen im wunderbaren elsässischen Alemannisch zu zuhören. Der grosse Applaus war die Bestätigung dass der Vortrag angekommen ist. Es galt nun den Rest des Rundgangs mit dem Abstecher zur Villa Agathe bis zum Ausgangpunkt noch zu bewältigen. Mit dem Car wurde die Gruppe wieder zum Restaurant zum verspäteten Mittag oder zum frühen Zviere befördert.

Die Wanderleitenden konnten sich auf der Rückfahrt für die aufmerksame Teilnahme bedanken und eine zufrieden Wanderschar in Basel wieder entlassen.

Hans Scheurer, Wanderleiter WbB

Aktuelle Nachrichten