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Mit Ross und Wagen durch die Rebberge von Hallau

Rosmarie Saegesser
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Landfrauen Gretzenbach und Umgebung

Die Vereinsreise führte die Landfrauen mit dem Bus nach Hallau. Bei herbstlichem Morgennebel stiegen eine ganze Schar reisefreudige Frauen und Männer in Gretzenbach und Schönenwerd in den Reisecar. Die Fahrt führte über Brugg, Zurzach nach Waldshut und weiter ins Klettgau über Trasadingen nach Hallau.

Bei der Mondglas AG in Hallau machten wir den ersten Halt, wobei uns im eigenen Bistro, Kaffee und Gipfeli serviert wurden. Anschliessend durften wir die kunsthandwerkliche Glasvorführung durch Wolfgang Mengon erleben.

Zuerst erfuhren wir etwas über Material und die Herstellung von Glas, d.h. das Material Glas steht im Mittelpunkt und wie es in seiner heissen Form bearbeitet werden kann. Während das Glas zähflüssig ist, kann es mit anderen Materialien kombiniert werden: mit Eisen (nur dünne Drähte und Folien, wenn möglich rostfrei), Kupfer, Gold, Silber (dieselben Dimensionen) und mit weiteren Metallen. Nicht geeignet sind hingegen für diese Anwendung alle Steine, und Materialien, die hohe Temperaturen nicht widerstehen wie Textilien, Holz, etc. hingegen kann auch mit diesen Materialien versucht werden, eine bestimmte Oberflächentexturierung (spezielles Verfahren) zu erreichen. Als Ideen erwähnt seien hier "Einblasen von flüssigem Glas in einen geflochtenen Metallkäfig, Weidengeflecht oder auch Gipsabdrücke.Es versteht sich von selbst, dass die Erreichung von hohen Temperaturen auch immer mit dem Einsatz von viel Energie einher geht. Aber es bleibt die Tatsache, dass zur Herstellung von Glas eine grosse Menge Energie verbraucht wird. Leider können keine gesammelten Recycling Flaschen verwendet werden, da das Flaschenglas eine ganz andere Zusammensetzung hat und meistens auch eingefärbt ist. Der eigene Glasbruch hingegen kann wiederverwendet werden.

Im Anschluss an die Vorführung konnte man in der betriebseigenen Galerie Eigenprodukte kaufen. Auch war es möglich, selber eine Glaskugel zu blasen, um als Andenken mit nach Hause zu nehmen.

Nach dem feinen Mittagessen in Keller’s Winzerstube ging es mit Ross und Wagen (einem 2- und einem 3-Spänner) durch die ca. 400 Hektaren grossen und herrlichen Rebberge von Hallau. Die Keller’s betreiben mit ihren 15 Pferden eine GmbH und bieten sogleich auch Pferdefahrten in Wagen bis zu 20 Personen an. Während der Fahrt wurden wir über die verschiedenen Weinsorten vom fruchtigen Riesling Silvaner über Pinot gris, spritziger Blanc de noir bis zum vollmundigen Blauburgunder aufgeklärt. Nur im Klettgau gebe es über 60 verschiedene Weinsorten.

Nach der Pferdefahrt ging es weiter mit dem Bus. Einen weiteren Halt legten wir in Erzingen (Deutschland) im Café Beckert ein, wo wir zum Abschluss noch Kaffee und Kuchen serviert bekamen.

Die Rückkehr führte dann über Koblenz, Gippingen, Böttstein nach Brugg und über Veltheim nach Wildegg und wieder zurück an die Ausgangsorte. Für diesen wunderschönen Tag möchten wir Maria Schmid, die als Reiseleiterin wirkte, nochmals ganz herzlich danken. (RSG)

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