Leserbeitrag
Mit Astrid Andermatt den Aargau erleben

Mit Astrid Andermatt den Aargau erleben

Marcel Siegrist
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Das dies sehr wohl zusammenhängt, zeigte Astrid Andermatt, Nationalratskandidatin SP, bei ihrer ersten Wanderung auf unter dem Motto: „Mit Astrid den Aargau erleben". In ihrer bald 12-jährigen Tätigkeit als Grossrätin unterstützt sie tatkräftig alle Projekte des Kantons zum Schutzprogramm der Aargauer Auen. Eine unternehmungslustige Gruppe unternahm mit ihr die Reise zu den Aarauer Auen und entdeckte die Perlen des Kantons Aargau.

Pünktlich empfing Peter Jeanrichard, Alt-Grossrat Aarau, die Wandergruppe am Bahnhof Aarau und führte sie per Linienbus zum Dorfteil Rohr. Mit dabei war Ivica Petrusic, SP-Nationalratskandidat aus dem Bezirk Aarau.

Einsatz für den Auenschutzpark Aargau

Der Einsatz von Astrid Andermatt und vielen Anderen im Grossen Rat vom Kanton Aargau hat sich gelohnt und ist sichtbar: Von Rohr bis zum Aarauer Schachen wurde und wird für die Natur zurück geholt, was einst dem Gewerbe, der Landwirtschaft und der Industrie und in den letzten Jahrzehnten dem Siedlungsgebiet geopfert wurde. Wo sich noch vor 150 Jahren die Aare ihr Bett suchen konnte, Nebenflüsse erschuf, Kiesbänke aufwarf, wo der Biber ganze Landschaften umgestaltete, blieb ein eingepferchter Fluss übrig. - Ab den 80-iger Jahren setzte ein Umdenken ein, nicht zuletzt unterstützt von Politikerinnen wie Astrid Andermatt. Und mit dem Auenschutzpark Aargau schuf der Kanton Aargau ein wegweisendes Projekt für die ganzer Schweiz.

Auen - nach wie vor ein Politikum

Auen berühren viele politische Themen wie z. B. Migration: Damit war der Link geschaffen zu Ivica Petruvic, SP-Kandidat für den Nationalrat aus dem Bezirk Aarau, der die Wanderung begleitete.. Migration versus Natur: Irgendwann wurde die kanadische Pappel als zukunftsträchtige, schnellwachsende Migrantin eingeführt. Heute will niemand das Holz dieser Pappel - aber sie ist da. Nun gilt es, wie man mit dieser nicht einheimischen Art in Zukunft umgeht. Das war auch das zentrale Thema von Peter Jean-Richard. Wie können die Eingriffe des Menschen zugunsten der Natur in Einklang gebracht werden mit den Bedürfnissen der Landwirtschaft, der Erholungssuchenden, von Fischern und Sportlern?

Auen und Energie

Weitere politische Themen waren gesetzt und von Astrid Andermatt definiert: Energie - Nutzen und Schaden? Einerseits wird der Fluss als Energiequelle genutzt - doch wo können die einheimischen Fische überleben? Dann die Landwirtschaft:. Mit der Kanalisierung der Aare wurde neues Landwirtschaftsland arrondiert. Wie gehen die Landwirte damit um, dass ihr Land in eine Schutzzone gehört? - Überall wies Peter Jean-Richard auf die Spuren des Bibers hin, sei es eine frisch gebaute Staustufe, eine Rutschbahn oder frisch gehauene Äste. Was den Spaziergängern eine Freude, bewirkt Stirnrunzeln bei den Landwirten, denn als Vegetarier liebt der Biber auch frisches Obst, Rüebli und Maiskolben. Immer wieder muss ein Abwägen stattfinden über Nutzen und Schaden.

Auenschutzpark Aarauer Schachen

Dank des Auenschutzprogramms und der Ausgleichsmassnahmen entstand ein wunderbarer Auenpark entlang der Aare. Bei der Brücke zum Staffeleggzubringer verzehrte die Wandergruppe ihr Picknick und übte sich im Steine „schiffern", mit wunderbarem Blick auf die Kirchbergkirche, die auf einem alten Heiligtum gebaut wurde und als Kraftort gilt. - Lange war der Staffeleggzubringer ein Politikum im Grossen Rat, und auch Astrid Andermatt kämpfte gegen die neue Strasse, vergeblich. Nachdem jedoch der Bauentscheid feststand, konnte über die Ausgleichsmassnahmen viel für die Natur und die Aarauer Auen erreicht werden. Zum Schluss führte Peter Jean-Richard die Gruppe ins Gebiet des Frey-Kanals unterhalb der grossen Telli-Überbauung - ein eindrückliches Beispiel, wie Mensch und Natur seit Jahrzehnten friedlich koexistieren: Ein klarer Bach voller verschiedenster Fische, vielfältiger Vogelgesang aus Busch und Wald, seltene Pflanzen am Boden - und in unmittelbarer Nähe wohnen im Telli rund 4'000 Menschen.

Ein attraktives Programm

Neben diversen anderen Podien und Diskussionsrunden freut sich Astrid Andermatt besonders auf die weiteren Wanderungen. Am Sonntag, 21. August geht es in den Brugger Schachen, im September in die Rheinauen von Rietheim und Koblenz, nach Rheinfelden und zum Schluss in die Heimat von Astrid Andermatt, auf die Lägern oberhalb von Baden-Wettingen. Weitere Informationen unter www.sp-zurzibiet.ch oder www.blogz.ch/astridandermatt (ekf)

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