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„Mission Steinbruch“ ist erfüllt

Fabienne Schmid
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Der Verein Pro Bözberg hat die Plakate gegen das Projekt am Homberg demontiert

Nach zwölf Jahren intensivem Kampf gegen einen allfälligen Steinbruch am Homberg hat der Verein Pro Bözberg sein diesbezüglich gestecktes Ziel erreicht. Die Jura Cement Fabriken (JCF) in Wildegg verzichten auf die geplanten Probebohrungen und damit auch auf den ins Auge gefassten Gesteinsabbau im idyllisch gelegenen, im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) aufgeführten Gebiet. Laut Bundesgerichtsentscheid wären nur schon für die Sondierarbeiten Baubewilligungen der Standortgemeinden erforderlich gewesen. Zudem ist die JCF inzwischen selbst zum Schluss gekommen, dass die Transportdistanz von zehn Kilometern zwischen Wildegg und dem ins Auge gefassten Materialbbaugebiet in mehrfacher Hinsicht ein zu grosses Hindernis darstellen würde.

Im Zusammenhang mit dem JCF-Verzicht haben am Wochendenende Präsident Otto H. Suhner sowie die Vorstandsmitglieder Werner Hunziker und Werner Schraner die grossflächigen, mit Slogans gegen das Vorhaben beschrifteten Plakate am Schützenhaus beim Ortsteil Gallenkirch entfernt. Beim anschliessenden Apéro gab der Präsident seiner Genugtuung über den Abbruch der Steinbruchübung am Bözberg Ausdruck und bekräftigte gleichzeitig, dass sich der mehr als 1800 Mitglieder zählende Verein künftig auf andere Aufgaben konzentrieren werde. Gleichzeitig verwies Suhner darauf hin, dass Pro Bözberg nun noch die Entfernung des nicht mehr im Fokus stehenden Abbaugebietes am Homberg aus dem kantonalen Richtplan erwarte.

Max Weyermann

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