Leserbeitrag
Mechatronikpark Muri: Konsequent auf Innovation getrimmt!

Ivo Krummenacher
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undefined Leiterplatte aus dem Hause ANTRIMON.
undefined Stefan T. Schimon, Inhaber und CEO der ANTRIMON Gruppe, zusammen mit dem Parteipräsidenten der CVP Ortspartei, Felix Köpfli.

Die CVP Ortspartei Muri hat vorgängig zu ihrer Parteiversammlung vom 13. Juni 2017 den Mechatronikpark an der Gotthardstrasse 3 besucht. Sie erhielt Einblicke in die Tätigkeiten der ANTRIMON Gruppe sowie der Firma MICHEL ITC AG. Im Anschluss an die Firmenbesuche wurden die Traktanden der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2017 besprochen.

Die Firmengeschichte der ANTRIMON Gruppe in Muri AG hört sich wie ein Märchen an: Gegründet wurde das Unternehmen 2003 von Stefan T. Schimon mit insgesamt 3 Mitarbeitenden. Heute verfügt die ANTRIMON Gruppe über 110 Angestellte und weist starke internationale Bezüge auf. Hauptsitz der Gruppe ist Muri im Kanton Aargau.

Das Unternehmen verbindet auf eindrückliche Art und Weise die Disziplinen Mechanik, Elektronik und Informatik. «Mechatronik» heisst die Branche, in welcher die Firma sehr erfolgreich unterwegs ist. «Am Anfang einer Entwicklung steht jeweils die Verwendbarkeit, die «Usability», eines Produktes», führt Stefan T. Schimon, Inhaber und CEO der Gruppe aus. Produkte entwickelt das Unternehmen grösstenteils im Auftragsverhältnis für Drittfirmen. Das Unternehmen hat zwei marktreife eigene Innovationen hervorgebracht: Einen Elektroscooter (www.trivanti.ch) sowie einen mechanischen Türöffner (www.g3-smartdoor.swiss). Das Rezept der Firma bringt Stefan T. Schimon wie folgt auf den Punkt: «Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in gut funktionierenden Teams stellt sicher, dass wir die Wünsche unserer Kunden schnell und präzise umsetzen können.»

Die Besichtigung des Unternehmens hat den Anwesenden spürbar gezeigt, wie Wertschöpfung im Hochpreisland Schweiz stattfindet: Ein grosses Mass an Offenheit, technische Expertise und Unternehmergeist, verbunden mit einer konsequenten Ausrichtung auf Innovation. Die Produkte der ANTRIMON Gruppe werden weltweit nachgefragt. Ermutigend ist der Umstand, dass das Unternehmen in Muri seinen Hauptsitz hat. «Der Zugang zu den besten Fachkräften ist dabei eine Königsdisziplin», führt Stefan T. Schimon aus. Als Nachteil erweist sich die mangelnde Anbindung des Industriegebiets von Muri an den Bahnhof. Hier wären Verbesserungen dringend notwendig.

Offenheit in technischer Hinsicht und auch was die Zusammenarbeit mit anderen Firmen betrifft, ist einer der zentralen Werte, welche das Unternehmen vorantreibt. So hat die ANTRIMON Gruppe das ehemalige AWM-Gebäude an der Gotthardstrasse in Muri erworben und stellt anderen Firmen im Bereich der Mechatronik Flächen zur Verfügung. Dazu hat sie den Mechatronikpark «Gotthard 3 – Kompetenz in Mechatronik» geschaffen.

Flächen im Park nutzt auch die MICHEL ITC AG. Die Firma hat sich auf Eingabesysteme, Kennzeichnungen und das Branding für Maschinen und Geräte spezialisiert. MICHEL ITC AG und die ANTRIMON Gruppe kooperieren in vielfältiger Weise und der Umstand, dass beide Firmen unter demselben Dach untergebracht sind, bringt grosse Vorteile. «Wir sind zwei KMU mit starker internationaler Ausrichtung» führt Rolf Michel, Inhaber und CEO der MICHEL ITC AG aus. Auch hier zeigt sich: Mit geschickten Kooperationen mit anderen Firmen, einem hohen Mass an Fachwissen und internationaler Ausrichtung lässt sich Wertschöpfung generieren.

Die CVP Ortspartei Muri bedankt sich bei beiden Firmen, der ANTRIMON Gruppe und der MICHEL ITC AG sowie deren Inhabern, Stefan T. Schimon und Rolf Michel, für die Besichtigungsmöglichkeit und den sehr freundlichen Empfang. Die Einführung und der Rundgang durch die Firmenräume hat einen realitätsnahen Eindruck in das Geschäftsgebaren beider Unternehmen gegeben und gezeigt, auf welch hohem Niveau in Muri Produkte entwickelt und an den Markt gebracht werden.

In der anschliessenden Parteiversammlung wurden die Gemeindeversammlungstraktanden besprochen. Die CVP stimmt allen Anträgen des Gemeinderats zu. Zu Diskussionen Anlass gab die Neufestsetzung der Entschädigung des Gemeinderats für die Amtsperiode 2018 bis 2021: Die Saläre der Mitglieder des Gemeinderats liegen auch mit der moderaten Anpassung weit unter der Empfehlung des Gemeindeammännerverbandes.

Die anwesenden Parteimitglieder diskutierten im Anschluss an die Gemeindeversammlungstraktanden drei weitere Themen: Erstens den Vorschlag des Gemeinderats zur partizipativen Erarbeitung eines Konzepts für Tempo 30 in der Gemeinde Muri und zweitens die gemeinderätliche Absicht, in enger Zusammenarbeit mit den Parteien ein neues Leitbild für die Gemeinde auszuarbeiten. Beiden Vorgehensweisen steht die CVP Ortspartei kritisch gegenüber. Es wurden Stimmen laut die den Gemeinderat aufforderten, seine Rolle als Exekutive und Führungsorgan stärker wahrzunehmen und ausgearbeitete Entwürfe zur Diskussion vorzulegen. Denn die Ausarbeitung von Konzepten gehört zur Kernkompetenz jeder Exekutive. Zu guter Letzt wurde festgelegt, dass an der nächsten Parteiversammlung über die Planung beim Bahnhof Muri orientiert werden soll. Die Planung ist seit mehreren Jahren im Gange und die CVP ist der Auffassung, dass die Entwicklung des Areals für die Gemeinde Muri von zentraler Bedeutung ist.

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