Leserbeitrag
Männerturnverein Birmensdorf erlebte eine interessante Führung durch das Festungsmuseum Reuenthal

Heinz Baumann
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Dieses Museum befindet sich auf einer Anhöhe ob dem Rheinknie, nahe der Landesgrenze und auch nahe bei Leibstadt. Das Bauwerk dieser in Kurzzeit erarbeiteten Festungsanlage hatte im zweiten Weltkrieg seine hohe Wichtigkeit. Die Senioren des Männerturnvereins Birmensdorf waren dort und da wurden wirklich interessante Akzente gesetzt. Rund um diese Anlage und auch im Innern war man Tag und Nacht auf der Hut, um einer allfälligen konkreten Gefahr entgegenzuhalten. Die Strategie war durchdacht. Dieser Krieg hatte eine scheussliche Dimension, die so war, dass vom Mannschaftsbestand über alle Stufen enorm viel abverlangt wurde, notabene psychisch und physisch. Die Besorgnis sass auch bei der Bevölkerung tief im Nacken. Der Museumführer, ein ehemaliger Zahnmediziner, verstand es meisterlich, den Inhalt in die guten und packenden Worte zu legen. Auch der gut dosierte Humor fehlte nicht. Die Motivation blieb hoch. Viele Gedanken rieselten dabei durch die Gehirne. Nur schade, dass es weltweit immer noch viel Unruhe gibt und auch die Kriege ihre schlimmen Zeichen setzen. Gleichwohl gibt es aber auch viele positive Signale. Nach dieser aufschürfenden Führung wurden wir in einem nahen Landgasthaus kulinarisch verwöhnt. Anlässlich des Verdauungsganges gab es ungeplant, quasi ad hoc, noch eine Kurzführung durch ein modernisiertes Flusskraftwerk. Dieser Abstecher war sehr gerafft, aber dennoch bereichernd in den Ansätzen. Die Fahrten mit dem Bus hin zu den Teilzielen waren angenehm. Hanspeter Janggen, ehemaliger Turnleiter, stellte sich als Driver zur Verfügung und er fuhr qualitativ so, als wäre er Fahrlehrer. Kompliment! Und der "Schlusshöck" in Hallwyl war ein zusätzliches schönes "i"-Tüpfchen. Ehrenmitglied Peter Baur war Ideenträger und Reiseführer. Alles war gut arrangiert. Ihm gebührt Dank.

HEINZ BAUMANN

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