Leserbeitrag
Männerriege Uerkheim besuchte Festungs- und Militärmuseum in Full-Reuenthal

Marcel Siegrist
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23 Männerturner, 4 Ehefrauen und ein Nachwuchsturner besuchten am letzten April-Samstag das Festungsmuseum Reuenthal und anschliessend das Schweizerische Militärmuseum im Full.

„Wer nicht schweigen kann, schadet der Heimat“ steht neben der mahnenden Silhouette eines Soldaten beim Eingang zur ehemaligen Festung Reuenthal. Die beiden Festungsführer verstanden es ausgezeichnet, den zwei Gruppen die Arbeit und das Leben der Truppe im Artilleriewerk zu vermitteln. Dieses war ab 1939 einsatzbereit. Mit seinen beiden 7,5 cm-Kanonen als Hauptbewaffnung hatte die Festung im Kriegsfall den Auftrag, einen Rheinübergang von deutscher Seite im Bereich von Albbruck-Dogern zu verhindern. Wie wir heute wissen, kam es glücklicherweise nie zu einem Ernstfalleinsatz. Manch einer, welcher über den Spruch beim Eingang gelächelt hatte, verstand diesen nach der eindrücklichen Führung viel besser.

Nach einem gemütlichen Mittagessen im „Barbara-Stübli“, dem ehemaligen Essraum der Festung, dislozierten wir nach Full ins Militärmuseum. Mehr als 100 Jahre Militärgeschichte ist hier aufgereiht, vom Panzer über Geschütze bis zur Fliegerbombe. „Weisch no...“ und „lue det...“ war immer wieder zu vernehmen. Ein ehemaliger Strapo-Gefreiter hat seinen Töff entdeckt und soll diesen sogar umarmt haben. So meinte eine Begleiterin wohl treffend: „Die Männer schimpfen doch immer wieder über das Militär und nun stehen sie hier mit feuchten Augen und wollen nicht mehr nach Hause.“ Sicher ist, dass der eine oder andere Männerriegeler nicht zum letzten Mal die beiden Museen besucht hat.

Ein herzliches Dankeschön gilt abschliessend dem Organisator der Männerriege, Werner Hürzeler, und den beiden Gruppenführern des Festungsmuseums, Urs Ernst und Louis Kuhn.

Übrigens: Auch während des Krieges war man um genügend Nachwuchs besorgt. Mündlich überlieferten Berichten zufolge soll beim eingangs erwähnten Spruch das Wort „schweigen“ abgedeckt worden sein, wenn die Truppe in den Urlaub entlassen wurde....

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