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Landschaftsqualitätsprojekt Zürich-Süd unter Auflagen bewilligt

Karin Berweger
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Im Rahmen der neuen Agrarpolitik 14-17 werden Landschaftsqualitätsbeiträge an die Schweizer Bauern ausbezahlt, sofern ein Regionales Projekt erarbeitet und vom Bund bewilligt wurde. Die Landschaftsqualität baut dazu auf den landwirtschaftlichen und landschaftlichen Stärken der Region auf und soll bewirken, dass ortstypische Landschaftselemente gefördert, gepflegt, erhalten und erneuert werden. Landschaftsqualität fördert somit nicht nur die Artenvielfalt von Lebewesen und Pflanzen, sondern kommt schlussendlich auch der ganzen Schweizer Bevölkerung zugute.

Ein solches Landschaftsqualitätsprojekt wurde für die Regionen Säuliamt, Horgen und Teile des Limmattals letztes Jahr im April 2014 gestartet und der Öffentlichkeit im Rahmen zweier Informationsveranstaltungen im August 2014 vorgestellt. In der Zwischenzeit wurde das Landschaftsqualitätsprojekt Zürich-Süd vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) grundsätzlich unter Auflagen bewilligt. Einige Anpassungen müssen noch nachgereicht werden, es handelt sich dabei aber um kleinere Details. Die Realisation ist nicht nur der Projektgruppe zu verdanken, sondern auch der finanzielle Unterstützung der Planungsgruppen Zimmerberg und Knonaueramt. Bei den Gemeinden aus dem Limmattal ist die Unterstützung teilweise noch hängig.

Um über erste definitive Landschaftsqualitätsmassnahmen und die vielfältigen Umsetzungsmöglichkeiten zu informieren, trafen sich am 2. Februar 2015 auf Einladung des Amt für Landschaft und Natur (ALN) und der Projektgruppe über 450 Landwirte aus der Region im Gemeindezentrum „Brüelmatt“ in Birmensdorf.

Einzelne Massnahmen wie zum Beispiel Getreidevielfalt, blühende Hauptkulturen und Hochstamm-Obstgärten wurden erläutert wie es möglich ist, das Produkt „Schweizer Landschaft“ besser zu fördern. Ob sich die Bauern jedoch mit diesen Massnahmen wirklich anfreunden ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Viele Bauern werden wahrscheinlich erst einmal abwarten, wie die Bilanz der ersten Jahre ausfällt und sich erst dann anmelden. Denn eine gewisse Skepsis ist bei den Zuhörern aus zu machen, ob die befohlene „Schönheitskur“ der Schweizer Landschaft den gewünschten Erfolg bringt.

Die nächsten Informationsveranstaltungen zum Landschaftsqualitätsprojekt Zürich-Süd sind per April/Mai 2015 geplant. Weitere Informationen folgen.

Text verfasst von Karin Berweger, Kommunikations- und Öffentlichkeitsbeauftragte Landschaftsqualitätsprojektgruppe Zürich-Süd