Leserbeitrag
«Kunst & Musik» für einen guten Zweck

Marcel Siegrist
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15'000 Franken für die Unterstützung von Personenminen-Opfern dank Benefizkonzert der Rotary-Clubs Aarau Alpenzeiger und Lenzburg

Der Klarvierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski ist wohl die bekannteste Symbiose von Musik und Malerei. Die Rotary-Clubs Aarau Alpenzeiger und Lenzburg bewiesen am 7. September 2016 mit ihrer Benefizveranstaltung im Aargauer Kunsthaus in Aarau, dass die beiden Künste auch anderweitig äusserst attraktiv kombiniert werden können. Im weiten Foyer kam das zahlreiche Publikum in den Genuss eines einzigartigen multimedialen Erlebnisses rund um die "Fin-de-Siècle"-Zeit von 1890 bis 1914. Die Epoche um die Jahrhundertwende war einerseits von düsteren Vorahnungen des Weltkriegsunheils geprägt, andererseits durch Ausschweifung, Dekadenz und Frivolität. Offenbar ein fruchtbarer Nährboden für grosse künstlerische Leistungen über alle Kunstsparten hinweg, wie am Mittwochabend zu erfahren war.

Das *Collegium Vocale Lenzburg" unter der Leitung von Thomas Baldinger liess unter anderem Werke von Claude Debussy, Gustav Mahler und Max Reger erklingen. Parallel dazu konnte das Publikum in die Bilderwelt des Malers Karl Ballmer eintauchen, dessen künstlerisches Schaffen zurzeit im Kunsthaus Aarau zu sehen ist. Thomas Schmutz, stellvertretender Direktor des Kunsthauses, führte zusammen mit seiner Crew die Besucherinnen und Besucher sach-und fachkundig durch die Ausstellung. Kulinarische Köstlichkeiten brachten neben Musik und Malerei eine weitere Genussdimension in den rundum gelungenen Abend.

Der Erlös der Benefizveranstaltung kommt dem "Mine-ex"-Programm von Rotary zugute. Die Schweizer Serviceclubs unterstützen seit vielen Jahren finanziell, materiell und ideell die Opfer von Personenminen, der wohl perfidesten Kriegswaffe, unter der die Zivilbevölkerung zu leiden hat. Rotary stellt für die gemeinsamen Aktivitäten mit dem Internationalen Roten Kreuz jährlich rund 800'000 Franken zur Verfügung. Die beiden Clubpräsidenten Beat Schneider, Aarau, und Rudolf Remund, Lenzburg, konnten Distrikt-Governor Franz-Xaver Stadler im Kunsthaus einen Check über 15'000 Franken für "Mine ex" überreichen.