Leserbeitrag
Klassik in der Trotte Villigen

Mehrere junge Musiker des Kunst- und Sportgymnasiums Rämibühl, Zürich und der Zürcher Hochschule der Künste gaben am 28. Mai in der Trotte Villigen ein Konzert.

Drucken
Teilen

Mucksmäuschenstill war es schon bei den ersten Tönen des Gitarrenduos Seraina Grenacher und Pascal Ammann. Die Beiden brachten dem Publikum zuerst auf charmante Weise Carlo Domeniconis Wassermusik nahe - was keine Anspielung auf das Wetter sein konnte, denn die Sonne schien. Auch die vorgetragenen Stücke von Domenico Scarlatti und Manuel de Falla gefielen den Zuhörern sehr.

Sabine Neuhaus spielte für die andächtig lauschenden Zuhörer Werke von Johannes Brahms, Béla Bartók und Maurive Ravel. Die Bandbreite ihres souveränen Klavierspiels reichte von zarten und leichten Tönen bis zu Allegro molto, also sehr lebhaften oder sogar stürmischen Klängen. Das „Jeux d'eau" von Ravel war ausgezeichnet nachvollziehbar; mal spielerisch heiter und leicht, dann wieder ein energischer Wildbach.

Mit Sabina Curti betrat eine besonders routinierte Violinistin die Bühne. Es war ein Ohrenschmaus, ihre Interpretation der Werke von Edward Elgar und Wolfgang Amadeus Mozart zu hören. Alexander Boeschoten, Ihr Begleiter am Klavier, tritt regelmässig an Konzerten - auch solo - auf und gewann 2007 einen ersten Preis beim Jugendmusik¬ wettbewerb.

Den Schlusspunkt setzte Moritz Roelcke. Er beeindruckte das Publikum mit variantenreichen Kompositionen von Carl-Maria von Weber auf der Klarinette und meisterte auch schwierige Passagen bemerkenswert. Die Klavierbegleitung durch seinen Vater ergänzte das Spiel harmonisch. Es heisst ja nicht umsonst „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm".

Die Zuhörer klatschten begeistert Beifall für das Konzert und den starken Auftritt der begabten jungen Künstler. Aber auch die Organisatoren des Anlasses, die Mitglieder der Kulturkommission, waren mit dem gelungenen Abend sehr zufrieden, vor allem ob der vielen positiven Rückmeldungen der Besucher. (itr)

Aktuelle Nachrichten