Leserbeitrag
Kirchenchor St. Sebastian Wettingen vom 3. März 2012

Generalversammlung

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Pünktlich ertönte das Glöcklein, die Präsidentin Donata C. Imhof, begrüsste die 38 anwesenden Mitglieder, die Ehrenmitglieder, den Chorleiter Stephan Meier und den gesamten Vorstand zur diesjährigen Generalversammlung im „neuen“ Pfarreiheim St. Sebastian.

Die Präsidentin nahm Rückblick auf das Jahr 2011 und gab allen Teilnehmenden nochmals Anlass an die „Fülle“ des vergangenen Jahres zu erinnern. Es war ein intensives und ereignisreiches Jahr in verschiedenen Belangen. Höhepunkt gab es gleich mehrere.

Im Mai war bestimmt das Kirchenklangfest „Cantars“ der absolute Höhepunkt. Der Chor, begleitet mit Solisten, widmete diesen Anlass unbekannten Böhmischen Meistern. Wir sangen das Ave Maria von Jan Evangelista Kypta (1813-1868) und die Missa solemnis in C-Dur von František Vincenc Kramár (1759-1831). Es war ein rundum gelungener Anlass, welcher viele Herzen berühren liess.

Dann war im August der (musikalische) Abschied von unserem Präses Hermann Kolly, welcher die Gemeinde verliess. Dieses Adieu liess viele Gemeinde- und Chormitglieder mit etwas Wehmut zurück; wir schätzten Hermann Kolly sehr.

Für Anfang September war die Chorreise geplant; der Chor reiste nach Seewen (SO) ins Musikautomatenmuseum, gefolgt von einer Rheinschifffahrt von Basel nach Rheinfelden.

Bei der alljährlichen GV der Klosterfreunde welche im Herbst anstand, sang der Chor zusammen mit dem Antonius Chor im Kloster Wettingen die kleine deutsche Festmesse von Huber.

Nach einer langen Zeit der „Auswärtsproben“ war die Freude über die angekündigte Eröffnung des Pfarreiheims gross. Am 20. November war es dann soweit, das neue Pfarreiheim eröffnete, nach der Um- und Neubauphase, die Türen für Jung und Alt. Dies wurde auch ausgiebig und ausgelassen gefeiert. Der Kirchenchor ist wieder „zu Hause“ und erfreut sich der neuen, alten Räumlichkeiten. Zum Jahresabschluss sang der Chor an Weihnachten die anspruchsvolle und wunderschöne Nicolai-Messe in D-Dur von Otto Nicolai (1810-1849).

Danach übergab die Präsidentin das Wort dem Chorleiter Stephan Meier.

Dieser machte sich Gedanken zum „Ganzen“. Ein Ganzes wie, wo, für wen? Die Kirchenmusik verlangt ein Ganzes – Ganze Freude der Singenden, ganze Anstrengung, ganz korrektes Lot von Rhythmus und Tempo. Es braucht jedoch auch ganz mutiges Vertrauen und das Ganze von Offenheit, Hoffnung und Kraft. In diesem Sinne bedankt sich der Chorleiter bei den Sängerinnen und Sängern für den ganz tüchtigen Einsatz.

Bei dieser Gelegenheit machte Stephan Meier die Vorausschau für das 2012. In der Osternacht singt der Chor österliche, deutschsprachliche Gesänge. Die Theresienmesse von Joseph Haydn wird an Ostern gesungen. An Pfingsten wird die Einsiedler Festmesse von Albert Jenny (1912-1992) aufgeführt. Die Hirtenmesse von Ferdinand Schubert wird am Weihnachtsfest erklingen.

Nach den Ausführungen des Chorleiters war es an der Kassierin, Verena von Moos, welche die Vereinsrechnung 2011, mit Erläuterung zu den verschiedenen Positionen, sowie das Budget 2012 präsentierte. Der Revisor und die Revisorin überprüften die Jahresrechnung in allen Belangen und Details. Die Kassenführung ist einmal mehr einwandfrei und tadellos geführt. Die Vereinsrechnung und das Budget 2012 wurden mit Applaus bestätigt. Die Wiederwahlen fanden ohne Einwand statt und die bereits im Amt stehenden Mitglieder wurden ohne Gegenstimmen wieder gewählt.

Das Schlusswort bekam der neue Präses Herr Pfarrer André Duplain. Dieser nahm Bezug auf die Liturgie und stellte in seiner Rede drei Schwerpunkte ins Zentrum.

Die Gemeinde welche im Wandel steht, das Befürworten einer „Vorwärts-Orientierung“ und das Stichwort „Umbau“. Herr Pfarrer Duplain befürwortet ein Leben von und mit Toleranz. In Zeiten des Umbruches, Umbaus, Wandels gilt es, sich nach vorwärts zu orientieren und nicht dem Alten nachzuweinen.

Ein Leben in Toleranz zu führen und sich all dem Unbekannten zu stellen und positiv gegenüber zu stehen – Herr Pfarrer Duplain bedankt sich bei den Anwesenden und überreicht der Chorgemeinde mit einer Prise Humor ein Gschenggli „Merci-Schokoladen“ – Merci Herr Pfarrer Duplain!

Nach dem offiziellen Teil ging es zum gemeinsamen Abendessen in den Saal. Wunderschön elegant gedeckte Tische (Erinnerungen an das Cantars kamen auf), erfreuten die Augen der Gäste!

Auch dieses Jahr wurden wir von den Landfrauen verwöhnt, welche für unser Wohl sorgten. Zwischen den Gängen gab es zahlreiche Ehrungen und Verdankungen. Treue und langjährige Sängerinnen wurden geehrt, regelmässiger Probenbesuch wurde ebenfalls verdankt und beschenkt. Es gibt auch immer fleissige Hände hinter der „Bühne“, welche stillschweigend und engagiert bei nötigen Gelegenheiten anpacken und unterstützen. Auch diesen Chormitgliedern sei bei dieser Gelegenheit herzlich gedankt.

Beschenkt wurden wir mit einer tollen Darbietung auf der Bühne. Viel Vorbereitungszeit und ein hohes Engagement nahm eine Auswahl von Sängerinnen und Sängern in Kauf, als sie sich der Proben und choreographischen Herausforderungen stellten. Unter der musikalischen Begleitung von Stephan Meier wurden wir verwöhnt mit Gesängen aus den verschiedensten Musicals, wie West Side Story, Kiss me Kate, Cats und My Fair Lady. Für eine gut organisierte, schöne, lustige, humorvolle und gelungene GV bedankt sich die Schreibende!

Viviane Perdrizat

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