Leserbeitrag
Juniorinnen des VBC Mutschellen steigen auf

Vom JA2 ins JA1

Marcel Siegrist
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Niemand, weder Trainer noch Spielerinnen, hatten zu Beginn der Saison 09/10 damit gerechnet: Der Aufstieg der Juniorinnen des VBC Mutschellen vom JA2 ins JA1 ist der Beweis, dass Teamgeist und Ehrgeiz eine Mannschaft über sich selbst hinauswachsen lassen können.

Am Anfang eines riesigen Erfolges steht für das Juniorinnen A2 Team des VBC Mutschellen der Zusammenschluss mit dem TSV Berikon. So wurde aus einzelnen Spielerinnen ein neues Team gebildet und eine neue Saison gestartet.
Von den anfänglichen Schwierigkeiten, zueinander zu finden, liessen sich die Volleyballerinnen allerdings nicht beeindrucken. Schon von Anfang an konnten sie ihr Können unter Beweis stellen. Doch so richtig als Team fühlte man sich noch nicht. Dies änderte sich jedoch mit der Zeit, den neuen Trikots
und der neuen Vision: der Auf-stieg ins JA1.
Je mehr Spiele sie bestritten, desto mehr Teamgeist zeigte sich und desto näher kamen sie ihrer Vision, die anfangs nicht all zu ernst genommen wurde, jedoch mehr und mehr zum tatsächlichen Ziel des Teams geworden war.
Zwar fanden die jungen Frauen im Spiel immer mehr zueinander und holten Sieg um Sieg. Doch auch sie waren nicht von Niederlagen befreit und deshalb auf ein bisschen Glück angewiesen.
Für das Team kam nicht nur das nötige Glück, sondern
noch viel mehr: Eine Regeländerung des Schweizerischen Volleyballverbandes würde auf die kommende Saison aus der bisherigen Juniorinnen U20 eine Juniorinnen U22 Liga machen. Dies kommt den jungen Volleyballe-rinnen des Volley Mutschellen mehr als gelegen. Denn von den momentanen Spielerinnen wären auf die nächste Saison vier zu alt gewesen, die dank der neuen Regel nun noch zwei weitere Saisons in der Juniorinnen-Liga spielen dürfen. Damit wird die Saison 09/10 für diese jungen Frauen mehr und mehr zu einer perfekten. Denn auf diese Weise stand nämlich die Antwort auf die Frage, ob sie es in einer höheren Liga versuchen würden bereits fest.
Nun mussten sie sich nur noch mindestens den zweiten Rang in der Tabelle sichern, um an die Aufstiegsspiele zugelas-sen zu werden. Doch auch dieses Ziel wurde übertroffen: Dank einer überraschenden Niederlage ihrer härtesten Konkurrenten, den Aarauerinnen gegen Los Unidos, konnten sie sich sogar bis zum Saisonende auf Platz eins der Tabelle halten und sich somit den direkten Aufstieg in die höhere Liga sichern. Damit war die Mannschaft nicht einmal mehr auf ihr letztes Spiel gegen Aarau angewiesen. Auch eine Niederlage würde nicht mehr an ihrem ersten Platz rütteln kön-nen.
Für die Spielerinnen hat dieser Erfolg und die fast perfekte Saison nicht nur den Grundstein für das Bestehen in einer höheren Liga gelegt, sondern sie auch noch neue Freundschaften hervorgebracht. Man kann sie also nicht nur als Sieger einer spannenden Volleyballsaison, sondern auch als menschliche Sieger betrachten. Dadurch gehen sie also doppelte Sieger aus einer einzigen Saison hervor. (nst)