Leserbeitrag
Jungbürgerfeier der Gemeinde Schönenwerd 2011

Im Bowling-Center Trimbach

Marcel Siegrist
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15 junge Erwachsene machten sich am Samstag 10. September 2011 in Begleitung von drei Vertretern der Gemeinde Schönenwerd mit dem Bus in Richtung Bowling-Center Trimbach auf, um den Übergang ins Erwachsenenalter zu feiern.
Schon tauchten wir in das dezent beleuchtete Ambiente des Bowling-Centers ein, schlenderten alle in denselben rot-weissen Lederschuhen in Richtung Bahnen. Schnell waren die Gruppen gebildet, mit Elan wurden die Kugeln über die auf Hochglanz polierten Bohlen gerollt, mit viel Fingerspitzengefühl und Präzision. Die Kugeln rollten und hüpften über die Bahnen, die Kegel fielen - oder auch nicht. So oder so wurde viel gelacht und die Freude bei einem gelungenen Wurf war gross, unabhängig davon, ob es der eigene oder ein fremder war. Ernsthaft und engagiert wurde um Punkte und Strikes gerungen, im Mittelpunkt stand jedoch vielmehr das gemeinsame Vergnügen Stand als der Sieg.
In seiner Ansprache zur Vereidigung betonte Gemeindepräsident Peter Hodel, dass mit dem Übergang in die Mündigkeit für alle ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Damit verbunden sind neue Rechte und Freiheiten, wie selber Verträge zu unterschreiben, Auto zu fahren, abzustimmen und zu wählen, jedoch auch Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft. Der Gemeindepräsident warnte vor einseitigem Individualismus und betonte die Wichtigkeit der Gemeinschaft und des Miteinanders als Grundlage der Errungenschaften unserer Gesellschaft. In diesem Sinne ermutigte er die jungen Erwachsenen zum aktiven Engagement in der Gemeinde, in Vereinen und Organisationen, um Einblick in die politischen Prozesse zu bekommen und diese mit zu gestalten. Beispielhaft wird dies bei der Organisation der Jungbürgerfeier umgesetzt, bei der die jungen Erwachsenen den Ablauf der Feier mit Unterstützung des Jugendausschusses weitgehend selber gestalten.
Peter Hodel erklärte in seiner Rede die wichtige Rolle der ausländischen jungen Erwachsenen. Viele von ihnen sind in der Schweiz aufgewachsen und hier in die Schule gegangen, sprechen perfekt unseren Dialekt und nehmen in ihren Familien eine wichtige Rolle als BotschafterInnen für unsere Kultur ein. Gerade sie können in ihrer Herkunftsfamilie Verständnis wecken für unsere schweizerische Kultur, umgekehrt jedoch auch ihren Kollegen und Kolleginnen die Chance bieten, die Eigenheiten der Herkunftskultur zu verstehen. Nach der Vereidigung gratulierte er allen Anwesenden zum Übertritt in die Mündigkeit und überreichte ihnen einen Bürger-, respektive Mündigkeitsbrief.
Während in den vergangenen Jahren Spannung und Nervenkitzel das Rahmenprogramm der Jungbürgerfeier prägten, lag der Schwerpunkt der diesjährigen Feier mehr beim gemeinsamen Austausch und Geniessen. Schon das Bowling-Spielen bot viel Gelegenheit zum Schwatzen und Mitfiebern. Der festlich, lockere Rahmen des anschliessenden Abendessens im Hotel Astoria in Olten, lud neben kulinarischem Geniessen zum Austausch von Erinnerungen, Plänen, angeregten Gesprächen in jeder Richtung ein, die die Zeit verfliessen und vergessen liess, so dass wir eine Stunde später als geplant die Rückreise nach Schönenwerd antraten.
Wie schon in den vergangenen Jahren waren auch dieses Mal alle Einwohner und Einwohnerinnen der Gemeinde Schönenwerd des Jahrganges 1993 an die Jungbürgerfeier eingeladen und nicht wie an den meisten anderen Orten nur die Schweizer und Schweizerinnen. Die Gemeinde Schönenwerd führte damit auch dieses Jahr eine Öffnung der Feier weiter, die mittlerweile Tradition und Selbstverständlichkeit geworden und durch viele gute Erfahrungen geprägt ist. (bst)

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