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Interdiözesane Lourdeswallfahrt mit Bischof Felix Gmür vom 10.5.-16.5.2014

Marianne Baldinger-Lang
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Bereichernde Tage für Pilger in Frankreich

In der vergangenen Woche hat die interdiözesane Lourdeswallfahrt mit Bischof Felix Gmür stattgefunden.

Am Samstag, 10 Mai, machten sich 1540 Pilger auf nach Lourdes zu "unserer lieben Frau". Die Pilgerreise nach Südfrankreich konnte man mit dem Flugzeug, Zug oder Car antreten. Unter den 1540 Pilgern befanden sich 150 Kranke und 390 Helfer. Unter dem Motto "Freude der Umkehr" erwarteten alle Wallfahrer gespannt, doch voller Freude, was auf sie zukommen würde. In Lourdes angelangt, bei leichtem Regen, doch voller Freude, betrat man den heiligen Bezirk. Vorbei an den Eingangstoren des Erzengels Michael oder des hl. Josef mit Jesuskind, mit Blick auf die wundervolle Kirche von Lourdes, und vorbei an der gekrönten Madonna über den Rosenkranzplatz zur Quelle und zur Grotte von Massabille.

Eröffnungsgottesdienst

Zum Eröffnungsgottesdienst am Muttertagsonntag konnte Bischof Felix Gmür alle herzlich in der Bernadettenkirche begrüssen. Nach der Lesung aus der Apotelgeschichte hörte man aus der Predigt von Bischof Felix Gmür: "Aus der Umkehr heraus wird uns die Freude des Heiligen Geistes geschenkt." Die Freude des Glaubens soll die Menschen begleiten und prägen. In dieser Freude gratulierte Bischof Felix Gmür allen Müttern zum Muttertag. Ein Stauss von 50 Rosen wurde als Dank bei der Osterkerze und nach dem Gottesdienst bei "unserer lieben Frau" an der Grotte niedergelegt.

Eucharistiefeier

Am Montagmorgen versammelten sich die gesunden und kranken Pilger vor der Grotte Massabille zur Eucharistiefeier. 1500 Schweizer Pilger bei schönem Wetter vor der Grotte bei der lieben Frau von Lourdes, welch ein erfreuliches Bild. Bei der Predigt von Bischof Felix Gmür ging es um die Freude der Umkehr, das Wirken des Heiligen Geistes und das Bernadette-Zeugnis bei der ersten Erscheinung am 11. Februar 1858. Alle können sich als Schutz mit all ihren Sorgen unter den Mantel der Muttergottes stellen.

Kindernachmittag und Lichterprozession

Der Kindernachmittag fand im Spital Accueil statt. Die Kinder bastelten je eine Ansichtskarte mit der Adresse eines Pilgers. Diese Karten wurden um je eine Kerze gerollt und den Helfern nach dem Personalgottesdienst überreicht. Zeitgleich fand die Beichtfeier mit persönlicher Beichte statt. Am Abend konnte Pater Mattias Beer zahlreiche Rosenkranzbeter in der Bernadettenkirche begrüssen, hatte doch die Muttergottes bei den Erscheinungen mit Bernadette den Rosenkranz gebetet. Um 21.00 Uhr war die Lichterprozession für die Schweizer - immer ein eindrücklicher Moment. Die Schweizer Pilger tragen dabei die Muttergottesstatue voraus, gefolgt von 23 Fahnenträgern der Lourdespilgervereine, dann folgen die Kranken und dann das pilgernde Volk, in der einen Hand eine brennende Kerze und in der anderen den Rosenkranz.

Kreuzweg für das Personal

Zum Kreuzweg für das Personal lud Abt Emmanuel am Dienstagmorgen ein. Der eindrückliche Kreuzweg von Lourdes mit den lebensgrossen Bronzefiguren zeugt davon, dass auch heute noch jeder und jede sein eigenes Kreuz mit Jesus teilen darf, mit Jesus, der den Kreuzweg gegangen ist in voller Liebe zu den Menschen. In dieser Zeit konnten die Kranken die Bäder besuchen. Auch ein Ort der Reinigung, Heilung von Leib und Seele.

Eucharistiefeier mit Krankensalbung

Bei der Eucharistiefeier mit Krankensalbung hörte man aus dem Jakobsbrief von Bischof Felix Gmür: Wer bedrückt ist, bete, wer Freude erleben darf, singe Psalmen, und wer Krank ist, rufe die Ältesten zusammen, damit sie für sie beten. Freude, Leiden und Krankheit, alles im Gebet verbunden, so erkennt man den gläubigen Menschen und das Gebet macht frei. In der heiligen Stunde am Abend mit Pfarrer Theophil Schneider hörte man das Evangelium vom verlorenen Sohn. Der Sohn, der nach seiner Reue umkehrt, zu seinem Vater kommt, und der Vater, der seinen Sohn voller Freude in die Arme nimmt. Darauf betete man das Schuldbekenntnis.

Morgengebet

Am Mittwoch, um 6.15 Uhr, versammelte sich das Personal wie jeden Morgen im Spital Accueil zum Morgengebet. Pater Urs Maria ergriff das Motto "Freude zur Umkehr" und gab einen Impuls zur Beichte. Anschliessend wurden die Spitalgäste mit einem Lied zur Muttergottes sanft geweckt.

Internationaler Gottesdienst

Der Internationale Gottesdienst stand auf dem Programm. Diesem, mit 8000 Pilgern aus aller Welt, darunter auch Wallfahrer aus dem asiatischen Raum, stand Kardinal Sean Brady der Erzdiözese Armagh aus Irland vor. Bischof Felix Gmür hielt die Predigt in drei Sprachen. "Liebe ist Demut" - als Jesus den Jüngern die Füsse gewaschen hat, er, der Sohn Gottes, kommt dies ganz deutlich zum Ausdruck. Bei der Wandlung, die auf Lateinisch gesungen wurde, herrschte eine ganz besondere Stimmung, und man spürte den Himmel auf Erden.

Sakramentenprozession und Personalmesse

Am Nachmittag ging man mit den Kranken noch zur Grotte und darauf Kaffee trinken und die letzten Einkäufe wurden getätigt. Um 17.00 Uhr war die Sakramentenprozession mit den Schweizern an der Spitze. Diese ist immer etwas ganz Besonderes,wurde doch Bruder Leo Schwager aus Uznach im Jahre 1952 dort von seiner unheilbaren Krankheit Multiple Sklerose geheilt. Bei der Personalmesse am Abend in der Rosenkranzbasilika ergriff Abt Emmanuel das Thema der Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II., die am Barmherzigkeitssonntag stattgefunden hatte. Papst Johannes XXIII. war der Vater des zeiten Vatikanischen Konzils und Papst Johannes Paul II. jener, der das Konzil umsetzte.

Abschiedsmesse

Donnerstag, der Tag der Heimreise. Am Morgen war die Abschiedsmesse und der Reisesegen. In dieser Zeit wurde das Spital Accueil gereinigt und für die nächsten Wallfahrer bereitgemacht. Am Nachmittag war noch Maiandacht für die Pilger, die erst am Abend die Heimreise antraten. So manches Tränchen floss, doch mit viel Dank im Herzen für die schöne Zeit in Lourdes traten die 1540 Pilger die Rückreise in die Schweiz an. Man hofft, dass sich die Pilger im nächsten Jahr vom 24. bis 30. April wieder in Lourdes bei "unserer lieben Frau" treffen werden.

Lengnau, 21. Mai 2014

Mitglied des Lourdespilgerverein Baden und Umgebung

Marianne Baldinger-Lang